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Private allgemeinbildende Schulen: Schülerzahl um gut 2 Prozent gestiegen

Insgesamt besuchen gut 98 400 Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft

Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungswesen, Hauptschule, Privatschulen, Schülerzahlen, Sonderschulen, Statistik, Schule
Stuttgart, 10.02.2010 -

Im laufenden Schuljahr 2009/10 besuchen gut 98 400 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft (1). Dies sind ca. 2 300 oder 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes haben die Schülerzahlen an allen privaten Schularten zugenommen.

Die privaten Grundschulen haben im Vergleich zum Vorjahr um gut 400 oder fast 5 Prozent zugelegt, die privaten Hauptschulen um stark 100 oder gut 3 Prozent. Allerdings sind die absoluten Zahlen weiterhin vergleichsweise niedrig: 8 800 Schülerinnen und Schüler besuchen eine private Grundschule und 4 800 eine private Hauptschule. Dies entspricht 2 Prozent der Grundschüler und 3 Prozent der Hauptschüler insgesamt in Baden-Württemberg. Im Durchschnitt werden an den privaten Grundschulen im aktuellen Schuljahr 20,9 Schüler pro Klasse unterrichtet, 1 Schüler weniger als im Vorjahr. Damit sind nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes die Klassen an den privaten Grundschulen im aktuellen Schuljahr etwas kleiner als an den öffentlichen (21,2). Bei den privaten Hauptschulen ist die Schüler-Klassen-Relation im Vergleich zum Vorjahr auf durchschnittlich 21 Schüler pro Klasse gesunken und damit höher als bei den öffentlichen (19,3).

An den privaten Realschulen werden im aktuellen Schuljahr gut 12 800 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit durchschnittlich 24,9 Schülern pro Klasse sind hier die Klassen kleiner als an den öffentlichen Realschulen (27,1). Die Schülerinnen und Schüler an privaten Realschulen machen rund 5 Prozent der Realschüler insgesamt aus.

Die Schülerzahl an privaten Sonderschulen ist um knapp 500 Schüler (gut 3 Prozent) auf 15 000 angestiegen. Die durchschnittliche Klassenstärke ist hier entsprechend den besonderen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen mit 6,9 vergleichsweise niedrig.

Ein privates Gymnasium besuchen im Schuljahr 2009/10 fast 33 900 Schülerinnen und Schüler, 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gymnasien sind damit unter den Privatschulen mit Abstand am beliebtesten: Gut jeder dritte Privatschüler besucht diese Schulart. Die Schüler-Klassen-Relation an den privaten Gymnasien ist mit 25,5 im Schnitt niedriger als an den öffentlichen mit 27,3.

Die Schülerzahl an den Freien Waldorfschulen bewegt sich mit stark 23 100 Schüler auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (23 069). Damit wurde fast jeder vierte Schüler einer privaten allgemeinbildenden Schule an dieser integrierten Schulform unterrichtet.

Die steigenden Schülerzahlen an den privaten allgemeinbildenden Schulen können die sinkenden Schülerzahlen an den öffentlichen Schulen (minus 2 Prozent) bei weitem nicht kompensieren, so dass insgesamt die Zahl der Schüler in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr um rund 18 100 oder gut 1 Prozent zurückgegangen ist.

Schüler je Klasse* an privaten allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg
SchulartSchuljahr 2009/10
(vorläufige Zahlen)
Schuljahr 2008/09

*) ohne Berücksichtigung der Klassenstufen 12 und 13 an Gymnasien sowie ohne Sonderschulen für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung.

Grundschulen20,922,0
Hauptschulen21,021,7
Sonderschulen6,97,0
Realschulen24,925,7
Gymnasien25,525,7
Freie Waldorfschuen21,922,9

(1) Alle Angaben ohne die Schulen des Zweiten Bildungsweges.

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