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Der Bayerische Elternverband ist irritiert über Appelle des Kultusministeriums anlässlich der Zwischenzeugnisse

Mehr zu: Bayern, Elternarbeit, Förderunterricht, Zensuren, Zeugnis, Schule
München, 10.02.2010 -

Mit schöner Regelmäßigkeit wiederholt das Kultusministerium vor der Zeugnisvergabe, Eltern sollten besonnen auf die Noten ihrer Kinder reagieren. Dabei nehmen nach den Erfahrungen des BEV die meisten Eltern die Zeugnisse ihrer Kinder gelassen hin.

Der Bayerische Elternverband (BEV) ist auch erstaunt über die Aussage des Kultusministers: "Das Zeugnis dient Schülern und Eltern dazu, die Leistungen des ersten Halbjahres sachlich zu analysieren und gegebenenfalls notwendige Schritte für das zweite Halbjahr einzuleiten." Dazu Heike Hein, Vorsitzende des BEV: "Wenn ein Schüler im zweiten Halbjahr besondere Hilfen braucht, so ist dies die Sache der Schule." Es könne nicht angehen, dass die Eltern in Form von persönlicher oder finanzierter Nachhilfe die Förderung übernähmen, die eigentlich die Schule leisten müsse. Auf diese Weise sei die viel beklagte Verbindung von Einkommen und Bildung der Eltern mit den Bildungschancen der Kinder niemals zu unterbrechen.

Wichtig sei auch. dass sich das Kultusministerium endlich die Sichtweise moderner Pädagogik zu eigen mache, die den durch Tests abgebildeten Entwicklungsstand eines Kindes lediglich als einen Teilaspekt seiner Entwicklung betrachte. Wohl und Wehe eines Kindes nur von Noten abhängig zu machen, die ausschließlich kognitive Momentleistungen abbildeten, demotiviere dieses und werde ihm in seiner Ganzheit nicht gerecht.

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