Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau
Berlin, 10.02.2010 -

Auch im Jahr der Krise haben Politik und Wirtschaft ihre Zusagen im Ausbildungspakt eingehalten. So warben Kammern und Verbände insgesamt 72.600 neue Ausbildungsverträge ein. Nach der Nachvermittlungsaktion waren deutlich weniger Bewerberinnen und Bewerber unversorgt als in den Vorjahren.

"Trotz der Krise ist der Ausbildungsmarkt stabil und hat sich weiter entwickelt", sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle nach der Sitzung des Lenkungsausschusses. Auf Einladung des Bundesverbandes der Freien Berufe trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Berlin.

"Der Ausbildungspakt hat sich bewährt", ergänzte Brüderle und kündigte eine Verlängerung um zunächst zwei Jahre an. Über die Ausgestaltung wird im Herbst entschieden.

Anforderungen übertroffen

Angesichts der größten Wirtschaftskrise in der Nachkriegszeit ist die Pakt-Bilanz recht positiv. So gewannen Kammern und Verbände 46.300 neue Ausbildungsbetriebe.

Die Bundesagentur für Arbeit förderte 41.000 Eintritte in außerbetriebliche Ausbildungen.

Demographischer Wandel und Wirtschaftskrise

Im vergangenen Jahr konnten aber nur 8,2 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden als im Jahr zuvor. Das sind mit insgesamt 566.004 Verträgen 50.340 weniger.

"Ursächlich hierfür ist natürlich zum einen die Wirtschaftskrise, zum anderen gibt es demographisch bedingt schlichtweg weniger Bewerber", so Ulrich Oesingmann. Er ist Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe.

In manchen Regionen führte die sinkende Bewerberquote dazu, dass für viele Ausbildungsstellen keine ausreichend qualifizierten Bewerberinnen und Bewerber gefunden werden konnten. Damit deutet sich ein Fachkräftemangel in wenigen Jahren an.

Viele neue Einstiegsqualifizierungen

Insbesondere für schwache Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die keinen Ausbildungsplatz fanden, bewährten sich die Einstiegsqualifizierungen (EQ). 23.700 Jugendliche mündeten in ein derartiges betriebliches Praktikum ein.

Von den 9.600 im September gezählten unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern fanden 5.300 einen EQ-Platz, eine Ausbildungsstelle oder setzten die schulische Ausbildung fort. Alle unversorgten Jugendlichen erhielten in der Nachvermittlung mindestens ein Qualifizierungsangebot.

Förderung für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Die Paktpartn er wollen ganz besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund fördern. Während 68 Prozent der deutschen Jungendlichen eine Ausbildung beginnen, sind es bei jungen Menschen mit ausländischem Hintergrund nur 32 Prozent.

"Die Ausbildung von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien ist angesichts des demografischen Wandels das Gebot der Stunde. Die Unternehmen sichern sich so ihre Fachkräfte von morgen. Und die Migranten erhalten eine Perspektive für eine erfolgreiche Zukunft in unserem Land", sagte Staatsministerin Maria Böhmer, Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Kontext:
Bilanz des Ausbildungspakts

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

F20b502431fc46f6d4b5da1f81342fd3cbe01b6a
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung