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von Schorlemer und Wöller kritisieren Haltung der TU Dresden bei der Lehrerausbildung

(Gemeinsame Medieninformation von Wissenschafts- und Kultusministerium)

Mehr zu: Bologna-Prozess, Hochschulzugang, Lehrerbildung, Numerus Clausus, Sachsen, Hochschule
Dresden, 11.02.2010 -

Wissenschaftsministerin von Schorlemer und Kultusminister Roland Wöller haben die heutige Ankündigung der TU Dresden, ab Herbst keine neuen Studenten für das Lehramtsstudium Grund- und Mittelschule anzunehmen, scharf kritisiert.

Von Schorlemer: "Die TU Dresden muss die im Rahmen der Hochschulvereinbarung getroffenen Regelungen einhalten. Es gibt keine Veranlassung, Kapazitätsreduzierungen bei der Bachelor-Lehrerausbildung vorzunehmen. Die große Nachfrage nach der hervorragenden Bachelor-Ausbildung in Dresden zeugt von hoher Akzeptanz. Wir brauchen diese Bachelor-Studienplätze, die TU Dresden muss alle verfügbaren Ressourcen erhalten".

"Die Universität ist verpflichtet, den Bachelor-Studiengang der Lehramtsstudenten für Grundschulen, Mittelschulen und Gymnasien in vollem Umfang sicherzustellen", unterstreicht auch Kultusminister Wöller. Dafür werde sie vom Freistaat finanziell ausgestattet.

Wöller warnte davor, dass die Universität finanzielle Auseinandersetzungen auf dem Rücken der Studenten austrägt. "Dass wir in wenigen Jahren viele neue Lehrer brauchen, ist mittlerweile überall bekannt. Darauf müssen sich die Universitäten jetzt schon einstellen", so der Minister.

In Sachsen scheiden zwischen 2013 und 2020 rund 15.000 Lehrkräfte altersbedingt aus dem Schuldienst aus. Unter Beachtung der demografischen Entwicklung werden ab 2013 etwa 7.000 bis 9.000 neue Lehrer benötigt. "Wer sich jetzt für ein Lehramtsstudium für Grund-, Mittel- oder Förderschule entscheidet, hat künftig gute Chancen, in Sachsen eingestellt zu werden".

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