Deutscher Hochschulverband (DHV)
"Keine Zusammenarbeit mit gewerblichen Promotionsberatern!"
Nach OVG-Urteil: DHV ruft Universitäten auf, Promotionsordnungen zu ändern
Mehr zu: Abschlussprüfungen, Deutschland, Recht, Urteile, Hochschule"Der Deutsche Hochschulverband begrüßt die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen vom 3. Februar 2010, nach der die Bestimmung in der Promotionsordnung der Universität Hannover rechtmäßig ist, Doktoranden, die eine gewerbliche Promotionsberatung in Anspruch nehmen, vom Verfahren auszuschließen", erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Bernhard Kempen.
Das Gericht hatte den Normenkontrollantrag einer Gruppe von Rechtsanwälten abgelehnt, die an der Universität Hannover promovieren wollten. Der Kontakt zu ihrem Doktorvater - ein inzwischen rechtskräftig verurteilter und ausgeschiedener Professor - war ihnen durch einen Promotionsberater gegen die Zahlung von rund 20.000 Euro vermittelt worden. Der Geschäftsführer der Promotionsberatung ist inzwischen ebenfalls rechtskräftig verurteilt worden.
Kempen hob hervor, dass laut Gericht Leistung und Gegenleistung bei einer gewerblichen Promotionsberatung in keinem Verhältnis zueinander stünden. Die Vermittlung von Doktorvater und Dissertationsthema rechtfertigten einen derart hohen Betrag nicht. "Der Ruf der Universität als verleihende Institution, die für die Qualität akademischer Leistungen und Grade bürgt, wird durch Geschäfte, bei denen für zwielichtige Beratungs- und Vermittlungsdienste Geld fließt, beschädigt", betonte Kempen. "Die Ausschlussregelung in den Promotionsordnungen ist ein wirksames Instrument, um gewerblichen Promotionsberatern ihre kriminellen Machenschaften zu erschweren."
Vor diesem Hintergrund forderte der DHV-Präsident alle Universitäten auf, dem Beispiel der Universität Hannover zu folgen. "Die Zusammenarbeit mit gewerblichen Promotionsberatern muss an allen deutschen Universitäten ein Ausschlusskriterium sein", erklärte Kempen. Nur so könne dieser Sumpf trockengelegt werden.
Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit rund 25.000 Mitgliedern. -
Ansprechpartner
Sonderthemen
"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"
09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...Schule
Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung
Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback