450 Lehrkräfte für Brandenburg
Bildungsminister Rupprecht: Verdoppelung der geplanten Einstellungsquote im Schuljahr 2010/11
Mehr zu: Bildungsausgaben, Brandenburg, Lehrerbildung, Lehrermangel, Schulverwaltung, Sport, Statistik, Unterrichtsversorgung, Vorbereitungsdienst, SchuleIm Land Brandenburg werden im kommenden Schuljahr 450 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Das teilte Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht heute in Potsdam mit. "Wir stellen doppelt so viele Lehrkräfte ein, wie ursprünglich im Schulressourcenkonzept geplant", so Rupprecht. "Damit wird nicht nur die von der Koalition verabredete Schüler-Lehrer-Relation von 1 zu 15,4 gesichert, sondern wir schaffen durch die Einstellung von jungen und motivierten Lehrkräften auch eine gute Ausgangslage für den mittelfristig steigenden Bedarf an Lehrkräften im Land Brandenburg."
Rund drei Viertel der 450 Einstellungen entfalle auf die Schulamtsbereiche von Brandenburg/Havel und Perleberg, erläutert der Minister. "Fachlich werden im kommenden Schuljahr insbesondere Lehrer für Grundschulen und für Sonderpädagogik benötigt sowie - in geringerem Umfang - Oberschul- und Gymnasiallehrer für bestimmte Fächer wie etwa Chemie, Informatik, Kunst, Latein, LER, Sport und Physik sowie in Einzelfällen auch Deutsch und Mathematik."
Zur Deckung des Einstellungsbedarfs werde eine Einstellungsoffensive gestartet, erklärt Rupprecht. "Bislang befristet beschäftigte Lehrkräfte bekommen unbefristete Arbeitsverträge, Lehramtskandidaten erhalten Stellenangebote und Bewerber aus den Bewerberkarteien der Schulämter werden angeschrieben." Zudem sollen in den kommenden Wochen Inserate mit Jobangeboten in den überregionalen Zeitungen geschaltet werden. Brandenburg sei ein attraktiver Arbeitgeber, betont der Bildungsminister. "Wir werden auch weiterhin alle Lehrkräfte, die dies wünschen und die die Voraussetzungen dafür erfüllen, verbeamten." Referendare, deren Einstellung für das kommende Schuljahr geplant ist und die bereits vorzeitig mit ihrer Ausbildung fertig sind, sollen nahtlos weiterbeschäftigt werden, so Rupprecht. Zudem sollen Schulen mehr Möglichkeiten der Mitbestimmung erhalten. "Dort, wo es möglich ist, können Schulen aus mehreren Bewerbern einen geeigneten Kandidaten für ihre Schule auswählen."
Um den Bedarf an Lehrkräften auch in den kommenden Schuljahren decken zu können, werden die Ausbildungsplätze im Vorbereitungsdienst ausgebaut, so Rupprecht. "Im kommenden Schuljahr werden die derzeit 600 Plätze für Referendare um 150 erhöht und im darauf folgenden Schuljahr 2011/12 erneut um 150 auf dann insgesamt 900 Ausbildungsplätze." Zudem sei man mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der Universität Potsdam im Gespräch, um zum einen die vorhandenen Studienplatz-Kapazitäten besser auszunutzen und zum anderen weitere Studienplätze zu schaffen. "Mir liegt besonders am Herzen, dass die Ausbildung der Sonderpädagogen künftig wieder im Land Brandenburg angeboten wird."
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