Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Kinder brauchen mehr und breitere Angebote für gute Bildung

Schlüssel zum Glück: Das Wissen um die eigenen Stärken

Mehr zu: Bildungschancen, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Kinderarmut, Stiftungen, Sonderthemen
Berlin, 17.02.2010 -

Zum zweiten Mal jährt sich am 20. Februar der Welttag der sozialen Gerechtigkeit, ausgerufen von den Vereinten Nationen. Armut in Deutschland verhindert, dass Kinder ihre Potenziale entdecken und entfalten können. Deshalb braucht es nicht nur materielle Hilfen, sondern mehr und bessere Bildung. Der Zugang zu Bildung sowie deren Qualität sind dabei der Schlüssel. Aber Bildung sollte mehr als Schulbildung sein oder Bildung für Arbeitswelt und Wirtschaftswachstum, wie die aktuelle OECD-Studie(*) nahe legt. Worauf es ankommt, damit Kinder ihre Talente entfalten können, zeigen die Evaluationsergebnisse des bundesweiten Programms Lichtpunkte (www.lichtpunkte.info).

Was sozial benachteiligte Kinder brauchen:

  • Wissen um die eigenen Stärken: Kindern und Jugendlichen mit Vertrauen und Respekt begegnen. Ihnen ihre Talente zeigen und anerkennen. Die jungen Menschen erleben: Ich kann was, ich bewirke etwas.

  • Vom Kind ausgehen: Lichtpunkte-Projekte setzen bei dem an, was das Kind möchte und kann. Sie können Schwimmen lernen, Hilfe bei den Hausaufgaben bekommen oder lernen, wie man sich gesund ernährt. Die Angebote nehmen immer Bezug auf den Alltag der jungen Menschen.

  • Sichere Bindung zu Erwachsenen: Die erwachsenen Begleiter sind vertrauenswürdig, fähig sich auf die Stärken der Kinder zu konzentrieren und bauen eine verlässliche Bindung zu den Heranwachsenden auf.

  • Verlässliche und kostenfreie Angebote: Die Kinder und Jugendlichen entscheiden selbst, ob sie an den Aktivitäten teilnehmen. Zugleich sind es verlässliche Angebote, die regelmäßig stattfinden. Denn sowohl Verbindlichkeit als auch die Einhaltung von Absprachen und Zeiten sind wichtig.

  • Angebote im Wohnumfeld: Die Initiativen sind in unmittelbarer Nähe der Kinder und Jugendlichen. Sie erreichen die Angebote schnell und ohne Fahrtkosten.

Beispiele für Lichtpunkte

"Musik macht uns gemeinsam stark!" an der Hunsrück-Grundschule in Berlin An der Kreuzberger Grundschule können Kinder ein Instrument spielen lernen. Ob Klarinette, Geige oder Trompete: Die Schüler wählen selbst und erhalten Unterricht. Sowohl das Ausleihen der Instrumente als auch die Proben sind kostenlos. Mit Hilfe von engagierten Eltern wird Instrumentalunterricht und ein Schulchor angeboten. Die jungen Menschen spielen gemeinsam mit den Mitschülern. Sie lernen hier, sich auf das Instrument zu konzentrieren und trainieren ihr Gedächtnis. Am Ende spielen sie im Orchester oder in einer Schülerband – unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern.

"Kinderrestaurant" Zeithain in Sachsen

Im Kinderrestaurant Zeithain der Diakonie Riesa-Großenhain bieten Jugendliche ehrenamtlich Kochkurse an und bereiten gemeinsam mit Kindern Mahlzeiten zu. Wenn Kinder mit wachsender Begeisterung ihr eigenes Essen zubereiten, ist das der erste Schritt zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Gemeinsam bewirtschaften die Kinder das Restaurant, planen, kaufen Zutaten ein, kochen und servieren. Sie lernen nicht nur, wie man sich gesund ernährt, sondern auch, wie stolz es macht, wenn es den eingeladenen Eltern und Gästen schmeckt.

Weitere Lichtpunkte unter: www.lichtpunkte.info

Zum Netzwerk des Programms Lichtpunkte gehören bundesweit 27 Initiativen, die sich mit kreativen Ideen und viel Engagement dafür einsetzen, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern und ihnen Chancen bieten, herkunftsbedingte Barrieren zu überwinden. Schirmherrin ist Britta Steffen, die zweimalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Schwimmen.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können und eine demokratische Kultur des Miteinanders erleben und erlernen. Sie stärkt Kinder in dem, was sie können und was sie bewegt. Sie ermutigt junge Leute, ihren Platz in der Gesellschaft selbst zu gestalten und ihr Leben couragiert in eigene Hände zu nehmen. Um ihnen dabei zur Seite zu stehen, bedarf es vieler und engagierter Mitstreiter. Deshalb bindet die DKJS Eltern, erwachsene Begleiter und Institutionen in ihre Programme ein und stößt Reformprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder lokalen Jugendpolitik.

(*) The High Cost of Low Educational Performance - The Long-Run Economic Impact of Improving PISA Outcomes

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

Ad52b92725969d7a5a8a1052da0622bc2ea207fc
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Weiter auf bildungsklick.de
Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung