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GEW-Vorsitzender spricht Angehörigen und Betroffenen sein Mitgefühl aus

Bildungsgewerkschaft zur Gewalttat in Ludwigshafen

Mehr zu: Gewalt in der Schule, Rheinland-Pfalz, Schulsozialarbeit, Schule
Frankfurt a. M./Ludwigshafen , 18.02.2010 -

Mit großer Bestürzung und Betroffenheit hat Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), auf das Gewaltereignis an der berufsbildenden Schule Technik II in Ludwigshafen reagiert. Er sprach den Angehörigen des Getöteten sowie den Lehrerinnen und Lehrern der Schule sein tiefes Mitgefühl aus.

"Es ist leider eine Tatsache, dass Schule immer mehr zur Zielscheibe gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Aggressionen wird", sagte Thöne. "Gerade angesichts dieses traurigen Ereignisses müssen wir jetzt den Blick nach vorne richten und überlegen, wie Gewaltakten an Schulen begegnet werden kann."

Laut Thöne muss das Augenmerk vermehrt auf Gewaltprävention gelegt werden. Dabei sei ein koordiniertes Vorgehen aller Verantwortlichen auf Landes-, kommunaler und Schulebene erforderlich. Leider fehle den Schulen bisher eine hinreichende schulpsychologische Betreuung und Beratung sowie den meisten Schulen eine Unterstützung der Lehrkräfte durch Schulsozialarbeit.

Auch ein besser abgestimmtes Vorwarnsystem muss nach Auffassung des GEW-Vorsitzenden erarbeitet werden. Dieses müsse sich auf die Erfahrung schulischer und Sicherheitsexperten stützen, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern Vorgaben machen und diese beraten, wie sie sich in Ernstfällen zu verhalten hätten. Nach den schrecklichen Ereignissen von Winnenden hätten die Schulen solche Pläne zwar erstellt, oft fehlten aber die Erfahrungen von Experten.

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