Stiftung Lesen
Das Bayerische Familienministerium setzt erneut auf Lesestart!
Kitas und Jugendämtern erhalten neue Materialien für die pädagogische Elternarbeit
Mehr zu: Bayern, KITA, Leseförderung, Lesekompetenz, Sprachentwicklung, Kindergarten / Vorschule, Schule"Leselust wird in den ersten Lebensjahren geweckt, wenn Kinder und Eltern gemeinsam in die Welt der Geschichten eintauchen und Wortschätze heben. Vorlesen schult nicht nur Sprachentwicklung, Konzentrationsfähigkeit und soziale Kompetenz - persönliches Vorlesen ist ein Geschenk, ist persönliche Zuwendung, die doppelt wirkt. Wer vorliest, pflanzt Lesefreude und damit Grundlagen für spätere Bildung. Vorlesen gehört deshalb unbedingt und überall zum glücklichen Kinderalltag", erklärte Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer in München.
Um Eltern auf ihre wichtige Vorbildrolle in Sachen (Vor-)Lesen hinzuweisen, hat die Stiftung Lesen, gefördert durch das Bayerische Familienministerium, als Ergänzung zur bundesweiten Lesestart-Kampagne zwei Sonderausgaben entwickelt, die den bayerischen Kitas und Jugendämtern nun für die pädagogische Elternarbeit zur Verfügung stehen.
"In den letzten zehn bis 15 Jahren hat die sprachliche Kompetenz der Kinder deutlich nachgelassen - das trifft auch auf viele deutsche Familien zu und ist nicht nur ein Problem in Familien mit Migrationshintergrund. Um wirklich miteinander kommunizieren und am sozialen Leben teilhaben zu können, ist das miteinander Sprechen eine Grundvoraussetzung. Darum ist die Lesestart-Initiative ein so wichtiges und sinnvolles Instrument, um Eltern positiv auf diese Dinge hinzuweisen", sagte Dr. Reiniger, bayerischer Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Vor dem Hintergrund, dass in rund 42 Prozent der Familien mit Kindern von null bis zehn Jahren das Vorlesen nur eine sehr kleine Rolle spielt und nach Aussagen von Kindern nur acht Prozent der Väter vorlesen (Quelle: Vorlesestudie der Deutschen Bahn AG/Stiftung Lesen/Wochenzeitschrift Die Zeit von 2007 und 2008), wird deutlich, dass Eltern kontinuierlich Anregungen und Informationen brauchen, damit das Vorlesen in Familien wieder populär wird.
"Genau das ist die Intention der bundesweiten Lesestart-Kampagne, die wir gemeinsam mit vielen Initiatoren der Druck- und Papierbranche, mit Verlagen und Sozialverbänden, bis Mai 2010 anbieten", erklärte Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen. Und die Projektleiterin Sabine Bonewitz ergänzte: "Wir sind sehr froh, dass wir mit Hilfe der vielen Sponsoren den Anstoß zu einer breiten frühkindlichen Leseförderung legen konnten. Der Freistaat Bayern zeigt vorbildlich, dass auch die Politik einen zentralen Beitrag leisten kann. Wir entwickeln zurzeit Konzepte, um Kommunen und Bundesländern neue Möglichkeiten zu offerieren, Lesestart in ihrer Region fortzuführen.
Die Lesestart-Initiatoren:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V., Amazon.de GmbH, Bertelsmann AG, drupa-Messe Düsseldorf GmbH, Frankfurter Buchmesse, Gruner + Jahr AG & Co KG, Heidelberger Druckmaschinen AG, Koenig& Bauer AG, KOLBUS GmbH & Co. KG, L.N.Schaffrath DruckMedien GmbH & Co. KG, manroland AG, Papierfabrik Albbruck/Myllykoski, Polar Mohr Maschinenvertriebsgesellschaft GmbH & Co. KG, PrintPromotion, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Stiftung Lesen, Verband der Deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e. V., Voith AG
Die Sozialpartner:
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V., Bundeselternrat, Der PARITÄTISCHE Gesamtverband e. V.
Ideelle Partner:
Bundesverband Druck und Medien e. V., Die Bibliotheksverbände
Nähere Informationen zur bundesweiten Lesestart-Kampagne und den bayerischen Sonderausgaben finden Interessierte im Internet unter www.lesestart-deutschland.de und auf den Projektseiten Elternservice bei www.stiftunglesen.de.
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