Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 10.02.2012, 10:43
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Missbrauchsverdacht: Bayerischer Philologenverband fordert unabhängige Aufklärung

"Missbrauch Schutzbefohlener ist nicht zu entschuldigen und nicht zu relativieren."

Mehr zu: Bayern, Gesundheit, Jugendschutz, Kinderrechte, Religion, Sexueller Missbrauch, Werteerziehung, Schule
München, 22.02.2010 -

In dem sich nun auch auf Bayern erstreckenden Missbrauchsverdacht an katholischen Einrichtungen hat sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt Forderungen nach einer rückhaltlosen Aufklärung der Vorwürfe angeschlossen:

"Ein Missbrauch Schutzbefohlener – egal ob durch Geistliche, Lehrer, Erzieher oder Betreuer – ist nicht zu entschuldigen und nicht zu relativieren. Auch wenn Fälle juristisch verjährt sein sollten, so muss doch jedem einzelnen Verdacht durch ein unabhängiges Gremium sorgfältig nachgegangen werden. Dies ist man zuallererst den Opfern schuldig, denen man, wo erforderlich, Hilfe zukommen lassen muss. Eine vorbehaltlose Aufklärung sollte aber auch im Eigeninteresse der Kirche sein: Der ansonsten denkbare Vorwurf, es könne etwas unter den Tisch gekehrt werden, darf gar nicht erst aufkommen. Die Aufarbeitung darf nicht nur Kirchengremien überlassen bleiben."

Diese transparente Vorgehensweise sollte die Kirche gerade auch mit Blick auf das Ansehen ihrer in Bayern besonders zahlreichen Schulen wählen: Die notwendige Aufklärung und Aufarbeitung der Missbrauchsfälle darf schließlich nicht generell auf das hohe Ansehen, das sich viele dieser Bildungseinrichtungen über Jahre hinweg erarbeitet haben, negativ abfärben. Eine Vorgehensweise nach dem Vorbild des Berliner Canisius-Kollegs, wo die Prüfung der Vorwürfe durch eine unabhängige Juristin erfolgt, hält Schmidt auch bei den neuen Missbrauchsvorwürfen in Schwaben für angebracht.

Forderung der Bundesjustizministerin nach Rundem Tisch auch für Bayern überlegenswert

Die Forderung von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger nach einem Runden Tisch mit Vertretern des Staates, der Kirchen und von Opfern hält Schmidt auch in Bayern für überlegenswert: "Thema dieses Runden Tisches muss zunächst einmal die Aufarbeitung der bislang bekannt gewordenen Missbrauchsfälle sein. Aber das genügt nicht, der Ansatz muss breiter sein. Denn sexueller Missbrauch und Pädophilie sind ja ein gesellschaftliches Phänomen, das beileibe nicht nur auf kirchliche Einrichtungen begrenzt ist. Das Problem muss im Bewusstsein von Schülern und Lehrkräften so verankert werden, dass Missbrauchsfälle häufiger verhindert bzw. beizeiten aufgedeckt werden können."

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

E69c3844094d4379b3a2ea63f5ea63f354f95be9
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Weiter auf bildungsklick.de
Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung