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"Den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland noch gezielter fördern"

HRK-Senat im Gespräch mit dem Präsidenten der Alexander von Humboldt Stiftung

Mehr zu: Forschung, Promotion, Stiftungen, Stipendien, Hochschule
Bonn / Berlin, 24.02.2010 -

Über Möglichkeiten zur besseren Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gestern in Berlin mit dem Präsidenten der Alexander von Humboldt Stiftung (AvH), Professor Dr. Helmut Schwarz, diskutiert.

Der Senat teilte seine Auffassung, dass die Förderung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zwischen Promotion und Berufung auf eine Professur von herausragender Bedeutung für den Wissenschaftsstandort ist. Man habe erreicht, dass heute eine Vielzahl von sehr guten und wirksamen Förderinstrumenten zur Verfügung stehe, und die deutsche Forschung sei von hervorragender Qualität. Allerdings brauche es ein noch stärkeres Engagement in den Fakultäten und Fachbereichen und höchste Qualitätsmaßstäbe bei der Auswahl des Nachwuchses.

Um die besten Postdoktorandinnen und -doktoranden in Deutschland zu halten oder aus dem Ausland zu gewinnen, sei eine leistungsgerechte Entlohnung unabdingbar. Viel zu häufig seien die deutschen Universitäten in diesem Punkt nicht konkurrenzfähig. Vor allem aber müsse man einen verlässlichen und planbaren Karriereweg anbieten, der nach positiven Begutachtungen auch tatsächlich zur Professur führt. Dazu müssten vermehrt Stellen mit tenure track angeboten werden. Schwarz wies auch darauf hin, dass die Zahl der weiblichen Nachwuchskräfte nach wie vor noch gesteigert werden müsse. Dazu seien noch mehr Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wesentliche Voraussetzung.

Der Senat begrüßte den Vorschlag des AvH-Präsidenten, dass sich ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermehrt und mit Leidenschaft für die Wissenschaft als Mentoren der Nachwuchsforscherinnen und -forscher zur Verfügung stellen.

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