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Politik und Hochschulen in gemeinsamer Verantwortung für qualitätvolles Studium

Mehr zu: Bildungsstreik, Bologna-Prozess, Fachhochschule, Föderalismus, Hochschulgesetz, Hochschullehre, Mobilität, Studienreform, Wintermantel, Hochschule
Bonn / Berlin, 24.02.2010 -

Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat gestern in Berlin die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses beraten.

"Hochschulen, Politik und Studierende sind derzeit intensiv im Gespräch. Dies hat die HRK initiiert, um die Studienbedingungen zu verbessern, die Bachelor- und Masterprogramme zu optimieren und so auch die Akzeptanz der Bologna-Reform zu erhöhen", sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel heute vor der Presse in Berlin. "Die nächsten Monate sind eine wichtige Etappe. Politik und Hochschulen müssen deutliche, für Studierende und Lehrende spürbare Anstrengungen unternehmen. Wir brauchen eine konzertierte Aktion für ein qualitätvolles Studium in Deutschland.

Die HRK hält es für unverzichtbar, dass Länder und Bund sich auf ein Qualitätspaket für die Lehre verständigen, mit dem die Personalausstattung der Hochschulen signifikant und kapazitätsneutral verstärkt und damit die Betreuung der Studierenden so verbessert werden kann, wie es der Idee Bolognas entspricht. Um die Qualität und die Reputation der Lehre zu fördern, fordern die Hochschulen, dass Kompetenzzentren eingerichtet werden und ein nationaler Lehrpreis ausgeschrieben wird. Die Kompetenzzentren sollen die Qualitätsentwicklung in der Lehre an den einzelnen Hochschulen vernetzen und zur empirischen Lehr- und Lernforschung beitragen."

Die HRK möchte die außerordentlich wichtige und bewährte Arbeit des Bologna-Zentrums, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird, fortsetzen und gemäß den kommenden Aufgaben weiter entwickeln. Sie will die Universitäten und Fachhochschulen weiter in Sachen Studienreform beraten und informieren und Plattformen für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung stellen sowie Analysen und Konzepte für zentrale Fragen der Reform bereitstellen. Sie will die Entwicklung der Studienreform systematisch beobachten und ein quantitatives und qualitatives Monitoring leisten.

Wichtig bleibt das offene und konstruktive Gespräch aller Beteiligten, in den Hochschulen wie auch auf der politischen Ebene. Als nächsten Schritt wird die HRK gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz eine Fachtagung mit den bundes- und landesweiten Studierendenvertretungen organisieren. Studierende, Hochschul- und Ländervertreter werden gemeinsame Perspektiven entwickeln für die Bildungsziele im Hochschulstudium, für eine größere studentische Mobilität und für die lernerzentrierte Gestaltung von Studiengängen. Die Ergebnisse werden auch in die Bologna-Konferenz am 17. Mai einfließen.

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