Rahmenabkommen des Landes mit der Bundeswehr stärkt politische Bildung
Mehr zu: Bundeswehr, Politische Bildung, Rheinland-Pfalz, SchuleDas Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur baut die bereits seit Jahren enge Zusammenarbeit mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr weiter aus. Dazu unterzeichneten die Bildungsstaatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Vera Reiß, und der Befehlshaber im Wehrbereich II, Generalmajor Gerhard Stelz, heute eine Rahmenvereinbarung zwischen der Landesregierung und der Bundeswehr über den Einsatz von Jugendoffizieren in den Schulen.
Jugendoffiziere leisten sowohl in Rheinland-Pfalz als auch bundesweit im Einvernehmen mit den jeweiligen Kultusministerien einen Beitrag zur politischen Bildung. Sie sind methodisch-didaktisch darauf geschult, sicherheitspolitische Inhalte zielgruppenorientiert und jugendgerecht zu vermitteln.
"Demokratieerziehung und politische Bildung in den rheinland-pfälzischen Schulen müssen nach den Vorstellungen der Landesregierung mehr sein als reine Vermittlung von Fakten und historischen Daten. Das zeigt sich beispielsweise an Projekten wie dem alljährlichen ,Tag des politischen Gesprächs´, bei dem Schülerinnen und Schüler direkt mit aktiven Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik oder aus Nicht-Regie- rungsorganisationen ins Gespräch kommen, oder an der so genannten Zeitzeugen-Vermittlungsstelle am Pädagogischen Zentrum des Landes", sagt Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß und ergänzt: "Wir kooperieren mit den Jugendoffizieren, weil wir sie für gute Partner halten, die sich in unser Konzept von historisch-politischer Bildung und Demokratieerziehung wertvoll einbringen können. Unsere bereits heute erfolgreiche Zusammenarbeit wollen wir mit dem Kooperationsvertrag auf verbindlichere, ausformulierte Grundlagen stellen."
Der Befehlshaber im Wehrbereich II, Generalmajor Gerhard Stelz, betont: "Diese Vereinbarung soll der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendoffizieren im Rahmen der politischen Bildung dienen. Vor dem Hintergrund einer multipolaren und globalisierten Welt soll sie einen Beitrag leisten, sicherheitspolitische Aufklärung und Information zu ermöglichen, um damit den Blick auf Chancen und Risiken unserer Sicherheit und die Grundfeste unserer Freiheit zu schärfen."
Neben Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern führen die Jugendoffiziere vor allem das Planspiel POL&IS an Schulen durch. POL&IS steht für Politik und internationale Sicherheit, die den Schülerinnen und Schülern in einer Simulation näher gebracht werden sollen. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler übernehmen dabei verschiedene Rollen. Sie agieren als Regierungschefs, als Oppositionsführerinnen und -führer, Ministerinnen und Minister oder als Verantwortliche für das Militär in verschiedenen Weltregionen. Die Aufgabe besteht darin, das politische Tagesgeschäft kennen zu lernen und eigene Ideen und Visionen zu entwerfen, um die unterschiedlichsten weltpolitischen Herausforderungen zu bestehen. Dabei kommunizieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entweder direkt auf einzuberufenden Gipfeln und Konferenzen oder durch Regierungserklärungen und Pressemitteilungen.
Diese Planspiele werden mit bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über eine Dauer von zwei bis fünf Tagen durchgeführt.
Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung werden Bildungsministerium und Jugendoffiziere auch offiziell zu Partnern in der politischen Bildung. Neben regelmäßiger Kommunikation werden insbesondere Formen der gegenseitigen Unterstützung geregelt.
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