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"Eine Behauptung, die jeglicher Grundlage entbehrt"

Kultusministerium weist Vorwürfe des BLLV-Chefs, das Ministerium habe Druck ausgeübt, Schüler besser zu benoten, als "völlig absurd" zurück - Herr Wenzel habe durch nicht nachvollziehbare Äußerungen jegliche Seriosität verwirkt

Mehr zu: Abschlussprüfungen, Bayern, Gymnasium, Zensuren, Schule
München, 25.02.2010 -

"Als eine Behauptung, die jeglicher Grundlage entbehrt", hat das Kultusministerium den Vorwurf des BLLV-Chefs gegenüber der SZ bezeichnet, das Kultusministerium habe Druck ausgeübt, die Schüler in der neuen Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums besser zu bewerten.

Acht- und neunjähriges Gymnasium: unterschiedliche Konzeptionen, identisches Ziel - allgemeine Hochschulreife

Fakt ist: Die Oberstufe und das Abitur am acht- und am neunjährigen Gymnasium beruhen auf unterschiedlichen Konzeptionen, haben aber ein identisches Ziel - die allgemeine Hochschulreife. Im neunjährigen Gymnasium haben die Schüler die Möglichkeit, eigene Neigungen stärker in den Leistungskursen einzubringen; sie legen in vier Fächern Abiturprüfungen ab. Beim achtjährigen Gymnasium dagegen liegt der Schwerpunkt stärker auf dem Allgemeinbildungsanspruch, was sich auch in Abiturprüfungen in fünf Fächern niederschlägt. Von diesen sind zudem drei, nämlich Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache, festgelegt.

Fakt ist: Die Grundkonzeption der gymnasialen Oberstufe im achtjährigen Gymnasium wurde bereits seit 2006 unter Mitwirkung aller Verbände (El-tern- und Lehrer) entwickelt.

Fakt ist: Bereits seit 2008 ist in der Gymnasialen Schulordnung verankert, dass mündliche und schriftliche Leistungen der Schüler am achtjährigen Gymnasium mit einer Gewichtung von 1:1 versehen werden. Durch diese Regelung soll dem besonderen Allgemeinbildungscharakter mit Fünf-Fächer-Abitur und der neuen Kompetenzorientierung Rechnung getragen werden. An dieser Neuerung war auch der BLLV im Rahmen der Verbandsanhörung beteiligt.

Fakt ist schließlich: Die landesweite Erhebung der Halbjahresnoten durch das Kultusministerium unter ca 9.000 Schülern des acht- und neunjährigen Gymnasiums an knapp 50 Gymnasien in Bayern ist repräsentativ und statistisch voll belastbar: Das Kultusministerium und die Schulleitungen haben damit einen wichtigen Beitrag für eine Vergleichbarkeit der Anforderungen an die Schüler im acht- und im neunjährigen Gymnasium geleistet.

Notengebung und Leistungen der Schüler werden diskreditiert

Mit seiner unbegründeten Unterstellung hat der BLLV-Chef die Integrität von Lehrkräften und Schulen bei der Notengebung in Frage gestellt und beschädigt. Zugleich werden dadurch die Leistungen der Schüler diskreditiert.

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