Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW
Zur Umwidmung der Sozialindex-Stellen
VBE: Landesregierung konterkariert sich selbst
Mehr zu: Hauptschule, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Nordrhein-Westfalen, Schule"Die Streichung der Sozialindex-Stellen an Grund- und Hauptschulen nimmt ausgerechnet den Schulen die Unterstützung, die diese am dringendsten brauchen", so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. "Damit konterkariert die Landesregierung das Recht der Kinder auf individuelle Förderung, das sie doch immer als ihre Errungenschaft feiert."
Diese Stellen sind explizit für Schulen zur Verfügung gestellt worden, die in einem schwierigen sozialen Umfeld arbeiten. Es kann nicht sein, dass sie nun dazu umgewidmet werden, den erhöhten Bedarf in der Sekundarstufe II zu decken.
"Wenn aufgrund der Wirtschaftskrise weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen und deshalb mehr Jugendliche sich für einen Besuch der Sekundarstufe II entscheiden, muss das anders aufgefangen werden", so Beckmann. "Diese Umwidmung erweckt den Eindruck, die individuelle Förderung von Kindern aus sozial schwierigen Verhältnissen sei nicht so wichtig. Das ist ein fatales Signal."
Anmerkung zum Buddy-Projekt:
Dass Gesamt- und Förderschulen von der Teilnahme an diesem Projekt explizit ausgeschlossen werden, ist sachlich nicht zu begründen. "Es geht um die Kinder – egal, an welcher Schulform sie sind", so Beckmann. "Deshalb fordert der VBE die Landesregierung auf, das Projekt für alle Schulformen zu öffnen."
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