Deutsches Studentenwerk
Deutsches Studentenwerk begrüßt Bundes-Initiative für bessere Lehre
Mehr zu: Bologna-Prozess, Forschung, Hochschullehre, Hochschulpakt, Schavan, Hochschule- Interview von Bundesbildungsministerin Annette Schavan in der "Zeit": Bund will 2 Milliarden Euro zusätzlich für Lehre bereitstellen
- Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks: "Studierenden-Proteste haben gewirkt: Endlich ein konkreter Plan für bessere Lehre"
- Dobischat: "Qualitätsprogramm kann nur ein erster Schritt sein, Bologna-gerechte Lehre braucht noch viel höhere Investitionen"
Februar 2010. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist erfreut über die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, die Hochschullehre zu verbessern. Wie sie der Wochenzeitung "Die Zeit" gesagt hat, sollen die Hochschulen dafür in den kommenden zehn Jahren rund zwei Milliarden Euro zusätzlich erhalten.
DSW-Präsident Rolf Dr. Rolf Dobischat erklärte dazu heute in Berlin: "Die Proteste der Studierenden zeigen Wirkung: Endlich gibt es einen konkreten Plan, um die Hochschullehre zu verbessern. Der Bund ergreift die Initiative und überlegt sogar, das Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildungspolitik zu überwinden – das ist mehr als erfreulich."
Für Dobischat sind die zwei Milliarden Euro, verteilt auf zehn Jahre und vorerst 80 Hochschulen, wie es im "Zeit"-Interview heißt, noch lange nicht ausreichend, um die Hochschullehre dauerhaft und in der Breite zu verbessern. "Der Wissenschaftsrat empfiehlt zusätzliche 1,1 Milliarden jährlich, um die Lehre zu verbessern. Und die aktuellen Bund-Länder-Sonderprogramme für Hochschulpakt II und die Forschung haben immerhin ein Gesamtvolumen von 18 Milliarden Euro."
Um den Bologna-Prozess zum Erfolg zu führen, müsse an den Hochschulen dringend die Betreuungsrelation von Hochschullehrern zu Studierenden verbessert werden, fordert Dobischat. "Ob eine Bachelor/Master-gerechte Betreuungsrelation mit dem angekündigten Qualitätsprogramm für die Lehre realisiert werden kann, muss sich zeigen", sagt Dobischat. "Die Studierenden in den neuen Studiengängen brauchen eine gute Lehre, sie haben Anspruch auf intensive Betreuung und kleine Lerngruppen."
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