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Pressemeldung
GEW Nordrhein-Westfalen

GEW: CDU soll Gesamtschulposition überdenken und Modernisierungsdefizit ausgleichen

Gesamtschulen: Elternwillen umsetzen – Blockadepolitik einstellen

Mehr zu: Auslese, Bildung in Zahlen, Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Elternwille, Gemeinschaftsschule, Gesamtschule, Nordrhein-Westfalen, Schulentwicklung, Schulstruktur, Schule
Essen, 26.02.2010 -

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält es für an der Zeit, dass die CDU ihre Haltung zur Gesamtschule in NRW überdenkt und ihr schulpolitisches Modernisierungsdefizit hinsichtlich eines längeren gemeinsamen Lernens ausgleicht. Die jüngsten Anmeldezahlen für die Gesamtschulen belegen nach Auffassung der GEW einmal mehr die Attraktivität dieser Schulform und den Wunsch der Eltern, Kinder länger gemeinsam lernen zu lassen. Die Gewerkschaft hält es für einen außerordentlichen Skandal, wenn wiederum 14.000 Schüler abgewiesen werden müssen, weil es nicht genügend Plätze an den Gesamtschulen gibt, und fordert endlich ein flächendeckendes Angebot.

"Was die CDU im Saarland, in Hamburg und in Thüringen pragmatisch mitgetragen hat, muss auch für die CDU in NRW möglich sein", erklärte heute GEW-Landes-vorsitzender Andreas Meyer-Lauber. Statt die Blockadepolitik fortzusetzen, erwartet die GEW die Umsetzung des Elternwillens und die aktive Unterstützung der Kommunen, die diese Schulform errichten wollen. Meyer-Laubers Rat an die größere der beiden Regierungsfraktionen: "Elternwillen umsetzen, Gesamtschulen gründen, Ganztag einführen."

Die Missachtung des Elternwillens findet GEW-Chef Meyer-Lauber zutiefst empörend. "Es ist schlicht unvorstellbar, dass die CDU 14.000 Schülern den Zugang zum Gymnasium verwehren würde", so Meyer-Lauber.

Gutachten zur Schulformempfehlung der Grundschulen: "pädagogischer Unsinn"

Die heute von der GGG, dem Landeselternrat Gesamtschulen und der Schulleitungsvereinigung der Gesamtschulen vorgelegte Auswertung zur Schulformempfehlung der Grundschulen für Grundschüler in Verbindung mit ihrem Notenschnitt ist für die GEW ein weiterer Beleg für den "pädagogischen Unsinn" dieser Gutachten. Demnach sind Schüler mit einen Notenschnitt von 2,7 oder 2,8 für den Besuch eines Gymnasiums vorgeschlagen worden, in anderen Fällen haben sie aber lediglich eine Hauptschulempfehlung erhalten. Die Gewerkschaft sieht in dieser Diskrepanz auch eine Bestätigung für die Initiative von über 500 Grundschulleiterinnen und Grundschulleitern, die sich jüngst für längeres gemeinsames Lernen und mehr Zeit für individuelle Förderung ohne frühen Selektionsdruck ausgesprochen haben.

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