Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Schulministerin Barbara Sommer trifft die Aktiven von Teach First Deutschland in Nordrhein-Westfalen
"Der Start ist außerordentlich gut gelungen"
Mehr zu: Außerschulische Lernorte, Bildungschancen, Frühe Förderung, Integration, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Kulturelle Bildung, Nordrhein-Westfalen, SchuleSeit dem Schuljahresbeginn im letzten Herbst arbeiten sie an 27 Schulen in Nordrhein-Westfalen: 28 junge Leute mit erstklassigem Hochschulexamen und ausgewiesenem Engagement. Sie gehören zur ersten Gruppe von so genannten Fellows des Projekts Teach First Deutschland.
Teach First Deutschland hat sich zur Aufgabe gestellt, mit dem jeweils zweijährigen Einsatz der Fellows besonders Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten in Schulen mit schwierigem Umfeld bessere Bildungschancen zu verschaffen. Das Projekt ist im letzten Jahr in drei Bundesländern gestartet: in Berlin, in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen.
"Der Start ist außerordentlich gut gelungen", sagte Schulministerin Barbara Sommer, die am Freitag mit den in Nordrhein-Westfalen tätigen Fellows, dem nordrheinwestfälischen Beirat des Projekts und der Projektleitung zusammentraf. "Nun kommt es darauf an", so die Ministerin, "diesen Schwung des Anfangs zu konservieren und ihn über die gesamte Zeit des Einsatzes beizubehalten". Die Fellows helfen bei der individuellen Förderung, bei Stützkursen zur Stärkung von Basiskompetenzen, bei der Berufswahlorientierung und – zusätzlich zu den regulären Lehrkräften – im Unterricht. Daneben organisieren die Fellows Hausaufgabenclubs und Förderkreise, begleiten Klassenfahrten, studieren Musicals ein oder haben auch schon eine Basketballschulmannschaft gegründet.
Der Einsatz kommt an: Eine erste Schulleiterbefragung, die Teach First Deutschland durchgeführt hat, zeigt, dass die Fellows in den Schulen mit offenen Armen empfangen werden. Schulleitungen und Kollegien sind vor allem mit dem großen Engagement der jungen Leute sehr zufrieden.
Auch der Beirat, dem die Vorsitzenden der großen Lehrerverbände GEW, VBE und Philologen-Verband angehören, schätzt die Fellows. So lobte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann, dass "die ausgewählten Fellows nach Rückmeldung der Schulen sehr engagiert sind und von Schulleitung und Lehrkräften als positive Unterstützung empfunden werden. Ob eine Ausweitung des Projekts wünschenswert ist", so Beckmann, sei jedoch davon abhängig, "ob der bisher gewonnene positive Eindruck im weiteren Verlauf des Projekts erhalten bleibt". Arist von Hehn, Mitbegründer und Mitglied der Geschäftsführung von Teach First Deutschland, zeigte sich ebenfalls sehr angetan: "Wir freuen uns sehr", so von Hehn, "dass unsere Unterstützung für benachteiligte Schülerinnen und Schüler von allen Beteiligten so gut aufgenommen wird".
Schulministerin Barbara Sommer machte deutlich, dass keiner der Fellows bei seiner Arbeit "alleingelassen wird". Sie dankte ausdrücklich den Schulleitungen und den Mentorinnen und Mentoren der jungen Leute vor Ort für ihre Hilfe beim Einstieg in die schulische Arbeit und sie schloss in diesen Dank ausdrücklich die Personalräte, die beteiligten Lehrerverbände und ihre jeweiligen Vorsitzenden ein. Die Programmkosten trägt Teach First Deutschland unterstützt von Stiftungen, Privatpersonen und Unternehmen. Auch für Schulungen und eine intensive Begleitung der Fellows ist Teach First Deutschland zuständig. Die Fellow-Gehälter, mit 1700 Euro monatlich ungefähr in Höhe des Gehalts eines Lehramtsanwärters, übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
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