Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 10.02.2012, 09:19
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau
Publikationsflut

Deutscher Hochschulverband appelliert an Universitäten, Berufungsordnungen zu ändern

Kempen: "Qualität statt Quantität – auch in Berufungsverfahren"

Mehr zu: Forschung, Hochschulgesetz, Hochschullehre, Hochschule
Bonn, 01.03.2010 -

"Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat eine begrüßenswerte und beispielhafte Initiative zur Eindämmung der Publikationsflut in der Wissenschaft ergriffen", so der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Dr. Bernhard Kempen. "Nun sind die Universitäten am Zug."

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hatte am 23. Februar neue Regelungen für Förderanträge und Abschlussberichte vorgestellt. So dürfen ab dem 1. Juli Antragsteller bei ihrem wissenschaftlichen Lebenslauf maximal fünf Veröffentlichungen anführen. Bei den Publikationen mit direktem Bezug zum jeweiligen Projekt dürfen künftig pro Jahr der Förderperiode nur zwei Veröffentlichungen genannt werden.

Der DHV-Präsident nimmt dies zum Anlass, um an die Universitäten zu appellieren, vergleichbare Regelungen in ihren Berufungsordnungen aufzunehmen. "Auch für die Qualitätsfeststellung in Berufungsverfahren muss gelten: Allein die Inhalte vorgelegter Publikationen entscheiden über die Berufbarkeit, nicht ihre Zahl", betonte Kempen. Die Beurteilung wissenschaftlicher Leistungen müsse sich aus der Fixierung auf numerische Indikatoren lösen. Nur auf diese Weise könne der derzeit vorherrschenden Devise "Publish or Perish" entgegengewirkt werden. "Die Beschränkung der Publikationsangaben bei Berufungsbewerbungen ist dazu ein wichtiger Beitrag", erklärte Kempen. "Die DFG-Initiative fordert die deutsche Wissenschaft auf, sich darüber Gedanken zu machen, wie sie einer unnützen Publikationsflut Einhalt gebieten kann. Andernfalls wird am Ende stehen, dass alle schreiben und kaum noch einer liest. Das ist keine Wissenschaft mehr."

Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit über 25.000 Mitgliedern.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

36121792c1bc1ddb56a8e12f975cb80e5195f6d5
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung