Als dreiste Missachtung des Elternwillens betrachtet das Aktionsbündnis Schule die SPD-Entscheidung, künftig nur noch eine weiterführende Schulform zuzulassen. Ein Affront, der sich – so die 16 schulischen und hochschulpolitischen Organisationen – unverschämt und anmaßend gegen Eltern, Lehrkräfte und Schüler richtet! Das ist das Ende der Schulwahlfreiheit in NRW. Es bedeutet aber auch das Ende der bestehenden Ersatzschulen.
Die Grundschulgutachten sollen abgeschafft werden. In einem ersten Schritt zum "längeren gemeinsamen Lernen" werden SPD und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN die 5. und 6. Jahrgangsstufen den Grundschulen zuordnen. Vor der endgültigen Abschaffung werden somit die Haupt- und Realschulen auf 4 Jahre, die Gymnasien auf 6 Jahre geschrumpft.
Die Elternorganisationen für die Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Förderschulen kündigen ebenso wie die Mehrzahl der Lehrerverbände entschiedenen Widerstand gegen diesen Kahlschlag an. "Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler von über 2.000 Schulen werden nicht erstarrt wie das Kaninchen vor der Schlange abwarten, bis SPD, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und DIE LINKE ihre Vereinheitlichungspläne für das mehrgliedrige und vielfältige Schulwesen in NRW umsetzen! Hamburg zeigt, wohin es führt, wenn die Politik Elternerwartungen und -rechte mit Füßen tritt!", warnt Peter Silbernagel, Sprecher des Aktionsbündnisses Schule.
Die SPD hatte – einmalig in Deutschland – auf ihrem Wahlparteitag am 27. Februar 2010 beschlossen, dass alle (!) Schulformen in Nordrhein-Westfalen durch die Gemeinschaftsschule ersetzt werden. Diesem Weg in den Bildungs-Sozialismus wird sich das Aktionsbündnis Schule entschieden entgegensetzen. "Gegen die massive Protestlawine, die zur Zeit in Nordrhein-Westfalen losgetreten wird, dürfte die Hamburger Auflehnung verblassen!", so Peter Silbernagel.