Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Schüler entdecken Spanien

Interview mit Spanisch-Lehrwerkberaterin Marita Benito über die Beliebtheit des Schulfachs Spanisch und ihr Quiz auf der Diesterweg-Bühne bei der didacta 2010

Mehr zu: didacta - die Bildungsmesse, Fremdsprachen, Interviews, Lehrerbildung, Lernmittel, Unterrichtsmaterial, Schule
Braunschweig / Köln, 03.03.2010 -

Strände, Sonne und Meer - Spanien ist Deutschlands Reiseziel Nummer 1 und ein wichtiger wirtschaftlicher Partner. Kein Wunder, dass Spanisch als Schulfach boomt: Laut statistischem Bundesamt wählten 2008/2009 in ganz Deutschland rund 320.000 Schüler das Fach Spanisch, 2000/2001 waren es noch 115.000. "Weil die Nachfrage so groß ist, herrscht in einigen Bundesländern ein regelrechter Mangel an Spanischlehrern", weiß Marita Benito. Sie selbst ist Lehrerin an der Gesamtschule IGS Schaumburg in Stadthagen in Niedersachsen und Beraterin des Diesterweg-Lehrwerks ¿Qué pasa?. Auf der didacta 2010 in Köln präsentiert sie ein Quiz rund um die kulturellen Besonderheiten des Landes.

Frau Benito, warum ist das Schulfach Spanisch so beliebt?

Benito: An unserer Gesamtschule erleben wir seit einigen Jahren einen richtigen Boom - drei Viertel eines Jahrgangs wählen Spanisch als Zweitsprache statt Französisch oder Latein. Eine kluge Wahl: Spanisch wird ja nicht nur in Spanien selbst gesprochen, sondern auch in vielen lateinamerikanischen Ländern. Die Spanier selbst tun sich mit Fremdsprachen wie Englisch eher schwer. Wenn man Spanisch spricht, ist das deshalb ein echter Türöffner für berufliche Kontakte. Aber auch im Urlaub sind Spanischkenntnisse sehr nützlich, wenn man abseits der großen Touristenorte etwas vom Land kennen lernen möchte.

Wie lernt man Spanien am besten kennen?

Benito: Kommen Sie mit den Menschen ins Gespräch, am besten natürlich auf Spanisch. Im Gegensatz zu Deutschland, wo das Privatleben mehr in den eigenen vier Wänden stattfindet, leben die Spanier draußen und kommunizieren viel mit anderen. Man wird hier schnell zum Wein oder Essen eingeladen. Neben den Fiestas und Stränden gibt es in Spanien aber auch Orte der Ruhe zu entdecken - zum Beispiel den Jakobsweg mit seinen vielen reizvollen Kapellen. Seit Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" gibt es hier allerdings eine regelrechte Massenbewegung. Früher beschritten den Weg ein paar tausend Pilger, heute sind es über 100.000 Menschen pro Jahr. Man sollte unbedingt beachten, dass man auf diesem religiösen Weg ein Gespräch mit Gott führt - also nicht in Gruppen gehen und sich dabei laut unterhalten, sondern jeder für sich, ernsthaft und besinnlich.

Was interessiert die Schüler an Spanien?

Benito: Meine Sechstklässler interessiert eigentlich alles: die Sprache, das Land die Geschichte. Die Jungs sind begeistert vom FC Barcelona. Und die Mädchen bringen ihre Shakira-CDs mit in den Unterricht und wollen die Lieder übersetzen. Die Zehntklässler verbinden mit Spanien vor allem die Strände, das Wetter, die Mode - und das "spanische Lebensgefühl". Sie wollen Land und Leute erleben. Bei unserem Schüleraustausch waren sie dann überrascht, dass es auch in Spanien mal regnet und kalt ist. Auch über andere Dinge waren sie erstaunt, wie die Schuluniformen und das späte, fettige Essen.

In Ihrem Spanien-Quiz auf der didacta geht es um kulturelle Missverständnisse zwischen Spaniern und Deutschen. Können Sie ein Beispiel nennen?

Benito: Das Quiz beleuchtet kulturelle, sprachliche, historische oder auch geografische Fragen. Essen ist ein gutes Beispiel: Tortilla ist neben der Paella das spanische Nationalgericht. Viele Deutsche denken da an die Tortilla-Chips, die sie im Kino essen. In Wirklichkeit handelt es sich um eine traditionelle Speise mit Ei und Kartoffel in Olivenöl gebacken - viele Spanier essen das täglich.

Wie bringen Sie Ihren Schülern die spanische Kultur im Unterricht näher?

Benito: Bei einem neuen Thema starte ich meine Spanischstunden häufig mit einem kleinen Quiz wie auf der didacta. Zum Beispiel frage ich: Wie heißt die südspanische autonome Region - a) Madrid, b) Galicia oder c) Andalusien? Oder zum Thema Kommunikation: Kürzen spanische Jugendliche ihre SMS-Texte auch - a) ja, b) nein oder c) In Spanien schreibt man keine SMS? Das weckt die Neugier der Schüler. ¿Qué pasa? bietet ein gutes Spektrum zu den Eigenheiten von Land und Leuten, auch zu Themen wie Berufswahl, mit denen sich Schüler immer früher beschäftigen. Da die Spanischklassen groß sind, setze ich auf Gruppen- und Projektarbeit. Mit einer Schülergruppe nehme ich am diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen teil. Hierzu haben die Schüler ein Drehbuch in spanischer Sprache geschrieben. Besonders das in ¿Qué pasa? Band 3 behandelte Thema über Jugendliche und Jugendsprache war ihnen sehr hilfreich. Den Film haben wir dann schließlich in Málaga (Spanien) gedreht und dabei auch die Mitarbeiter einer spanischen Kneipe einbezogen. Es war für alle ein großer Spaß und ein tolles Erlebnis.


Terminhinweis: Marita Benito ¿Preparados, listos, qué pasa? - Un concurso
Freitag, 19.03.2010, 12.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 14.30 Uhr
Ort: Bühne von Diesterweg, Westermann und Schroedel, Halle 6.1

Diesterweg auf der didacta 2010 in Köln: Halle 6.1, Stand E20
Hintergrundinformationen zu ¿Qué pasa?: www.diesterweg.de/que-pasa

Pressekontakt zu dieser Meldung

Annika Noffke, Mann beißt Hund - Agentur für Kommunikation GmbH,
Stresemannstraße 374, 22761 Hamburg,
Telefon: +49 (0)40 890 696-28, Fax: +49 (0)40 890 696-20, E-Mail:

Weitere Meldungen von Moritz Diesterweg Verlag

didacta 2012: Inklusion im Englischunterricht meistern mit Diesterweg

didacta 2012: Inklusion im Englischunterricht meistern mit Diesterweg Braunschweig, 09.02.2012. Die neuen Inklusionsklassen sind für alle Beteiligten und in allen Bereichen eine große Herausforderung. Auch für Unterrichtsmaterialien ergibt sich daraus Umstellungsbedarf, denn Inklusionsschüler brauchen andere Herangehensweisen, andere Aufgabentypen, Texte und Materialien. Inklusionsklassen ...

Diesterweg unterstützt die SOS-Kinderdörfer weltweit: Klicks für Bildung

Diesterweg unterstützt die SOS-Kinderdörfer weltweit: Klicks für Bildung Braunschweig, 21.09.2011. Anlässlich der 20. Ausgabe von At work. Das Englisch-Magazin von Diesterweg unterstützt der Verlag die Bildungsprojekte der SOS-Kinderdörfer, die für Projekte wie den Englischunterricht in der SOS-Schule Lilongwe verantwortlich sind. At work informiert Englischlehrkräfte in der Sekundarstufen ...

Englisch von Anfang an besser aussprechen – mit dem Pronunciation Coach von Diesterweg

Englisch von Anfang an besser aussprechen – mit dem Pronunciation Coach von Diesterweg Braunschweig, 13.09.2011. Wer kennt sie nicht, die typisch deutschen Aussprachefehler im Englischen? Schwierigkeiten mit ´j´´ v´, oder dem berühmte ´th´ werden deutschen Muttersprachlern nicht nur nachgesagt, sondern sind auch linguistisch belegt. Sprachwissenschafter haben erwiesen, dass manche englische Laute für ...
» zum Profil Moritz Diesterweg Verlag
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung