Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Modellversuch für neue Grundschule kurz vor dem Start
Schulleiter und Lehrkräfte werden in Landshut auf Modellversuch "Flexible Grundschule" vorbereitet - Staatssekretär Huber im Gespräch mit den Schulvertretern
Mehr zu: Bayern, Grundschule, SchuleDie inhaltliche Auftaktveranstaltung für den Modellversuch "Flexible Grundschule" findet von Montag, 8. März, bis Mittwoch, 10. März in der Sparkassenakademie in Landshut statt. 20 Schulen aus ganz Bayern beteiligen sich an dem Modellversuch, der von der Stiftung Bildungspakt Bayern gemeinsam mit dem Bayerischen Kultusministerium in den kommenden drei Jahren durchgeführt wird.
Schulleiter und Lehrkräfte der 20 Schulen bereiten sich in der dreitägigen Fortbildungsveranstaltung mit Experten von Hochschulen und Schulen auf den Modellversuch vor. Zu den Referenten zählen u.a. die Augsburger Professoren Dr. Dr. Werner Wiater und Dr. Andreas Hartinger, Professorin Dr. Angelika Speck-Hamdan von der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Praktiker aus Schule und Lehrerbildung wie Petra Hiebl von der Akademie für Lehrerbildung und Personalentwicklung in Dillingen und Jochen Mayr von der Volksschule Augsburg Hochzoll-Süd. Die Tagungsleitung liegt bei Maria Wilhelm vom Kultusministerium und Boris Hackl von der Stiftung Bildungspakt Bayern. Dr. Hermann Fußstetter wird als Vorstandsmitglied der Stiftung Bildungspakt Bayern die Anliegen der Stiftung für den Modellversuch darlegen.
Nach einem Statement wird Staatssekretär Dr. Marcel Huber am Mittwochmittag mit den Vertretern der Schulen ins Gespräch kommen.
Grundschule auf das einzelne Kind abstimmen
"Wir wollen die Grundschule im Freistaat künftig noch stärker als bisher auf das einzelne Kind hin abstimmen", so Kultusstaatssekretär Huber, der im Februar gemeinsam mit Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft - und Vorstandsmitglied der Stiftung Bildungspakt Bayern in München den Startschuss für den Modellversuch gegeben hatte.
"Das erste schulische Angebot wollen wir optimal an die individuelle Entwicklung der Schülerin und des Schülers anpassen. Die Schule muss sich auf das Kind einstellen, nicht das Kind den Anforderungen der Schule genügen", hatte Huber betont.
"Deshalb wollen wir, dass die Kinder sich in ihrem individuellen Lerntempo die Grundfertigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens zuverlässig aneignen, damit sie ihre Schullaufbahn auf einem soliden Fundament erfolgreich aufbauen können", hatte der Staatssekretär die Zielrichtung konkretisiert. Die ersten beiden Jahrgangsstufen sollen in einer flexiblen Eingangsstufe organisiert werden. Diese kann ein, zwei oder drei Jahre umfassen. Die Grundschulzeit wird damit an den 20 Modellschulen zwischen drei und fünf Jahren dauern.
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