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Jugendring

Sparmaßnahmen in Sachsen beschädigen die Jugendarbeit

Mehr zu: Bildungsausgaben, Ehrenamt, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Sachsen, Sonderthemen
Berlin, 05.03.2010 -

Der Freistaat Sachsen spart an der künftigen Generation. Massive Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit sind beschlossene Sache. Sie werden die Jugendarbeit nachhaltig und irreparabel beschädigen. Deswegen protestieren der Kinder- und Jugendring Sachsen sowie die sächsischen Jugendverbände. Unterstützt werden sie vom Deutschen Bundesjugendring, dem Netzwerk der Landesjugendringe und Jugendverbände.

"Nach dem Achten Sozialgesetzbuch ist eine Pflichtaufgabe des Staates, die Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit zu sichern", betont Sven Frye, Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings, und weiter: "Deswegen ist es zynisch, dass sich die sächsische Staatsregierung auf ihr Kerngeschäft zurückziehen will und damit die einschneidendsten Kürzungen im Bereich der Jugendhilfe seit 1990 begründet". Im § 12 des SGB VIII heißt es zur Förderung der Jugendverbände wörtlich: Die eigenverantwortliche Tätigkeit der Jugendverbände und Jugendgruppen ist unter Wahrung ihres satzungsgemäßen Eigenlebens zu fördern.

Viele Träger in der Jugendarbeit werden die Entscheidungen der sächsischen Staatsregierung nicht überleben. Die Kürzungen der Personal- und Sachkosten bei Jugendverbänden beträgt über 20 Prozent, die Mittel für Maßnahmen im Bereich Bildung und internationale Begegnung werden gänzlich gestrichen. Damit wird die Selbstorganisation junger Menschen eingeschränkt und massiv behindert. "Eine Finanzpolitik, die auf Kosten der Kinder und Jugendlichen von heute die finanziellen Spielräume der jungen Generation von morgen sichern will, ist widersinnig", kritisiert der DBJR-Vorsitzende Sven Frye.

Betroffen von den Kürzungen sind über die Jugendpauschale die Kommunen und Landkreise und damit auch die Jugendverbände und Jugendarbeit vor Ort. Mit den Kürzungen im überörtlichen Bereich sind auch deren Dachverbände und Interessenvertretungen tangiert. Sachsen streicht darüber hinaus mehr als 600 Stellen im Freiwilligendienst.

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