Holger Rupprecht, Minister für Bildung, Jugend und Sport, ist von der 329. Kultusministerkonferenz als Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Schulsportstiftung für die Amtszeit bis zum 8. Mai 2011 benannt worden. Er tritt die Nachfolge des baden-württembergischen Kultusministers Helmut Rau an, der in das Staatsministerium in Stuttgart gewechselt ist.
"Als Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Schulsportstiftung sehe ich meine Aufgabe vor allem darin, den weltweit größten Schulsportwettbewerb weiter zu entwickeln. JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA ist Programm und Ziel zugleich", sagte Minister Rupprecht zur Übernahme dieses Amtes, und ergänzte: "Es geht mir darum, breitensportlich möglichst viele Schülerinnen und Schüler für ein regelmäßiges Sportreiben zu gewinnen und in der leistungssportlichen Spitze herausragende Leistungen zu erzielen. Mit Jugend trainiert für Paralympic wird in diesem Jahr erstmalig ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler mit Handicap angeboten - hierfür wird sich auch die Deutsche Schulsportstiftung stark machen."
Zweck der Stiftung ist die Förderung des außerunterrichtlichen Schulsports. Dieser Zweck wird unter anderem durch die Veranstaltung des Bundeswettbewerbs der Schulen JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA sowie durch Initiativen zur weiteren Ausgestaltung dieses Wettbewerbs, zum Beispiel Talentwettbewerbe in Kooperation mit den Sportfachverbänden, verwirklicht. Darüber hinaus kann die Stiftung auch modellhafte Projekte des außerunterrichtlichen Schulsports fördern.
JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA, der 1969 ins Leben gerufene größte Bundeswettbewerb der Schulen, gehört auch heute noch zu den attraktivsten Wettbewerben im Schulsport. In 16 olympischen Sportarten werden die Wettkämpfe bundesweit in einem aufsteigendem Wettkampfsystem vom Stadt- bzw. Kreisfinale bis zu den Landes- und Bundesfinalveranstaltungen geführt. Sporttalentierte Mädchen und Jungen von 8 - 19 Jahren sind für ihre Schulmannschaften startberechtigt. Am Wettbewerb beteiligen sich mehr als 800.000 Schülerinnen und Schüler aus allen Ländern.
Vom 8. bis zum 10. Juni 2010 werden erstmalig 140 Schülerinnen und Schüler mit Handicap am Wettbewerb Jugend trainiert für Paralympic in Kamen-Kaiserau an einem Pilotprojekt teilnehmen. An Wettkämpfen in den Sportarten Leichtathletik, Tischtennis, Rollstuhlbasketball und Schwimmen können Schulen mit dem Förderschwerpunkt "Körperliche und motorische Entwicklung" teilnehmen.
Das Land Brandenburg zählt seit Jahren zu den zahlenmäßig stärksten und auch erfolgreichsten Ländern im bundesweiten Wettbewerb JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA.