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Jugend debattiert

Thüringer Schulen können sich jetzt bei Deutschlands größtem Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung bewerben

In Thüringen beteiligen sich derzeit 2.700 Schüler und 100 Lehrer an 26 Schulen / Mit 90.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern an rund 660 Schulen größtes privat finanziertes Projekt zu Rhetorik und Debatte / Schulen können sich ab sofort beim Kultusministerium für Jugend debattiert bewerben

Mehr zu: Geisteswissenschaften, Kulturelle Bildung, Politische Bildung, Stiftungen, Thüringen, Training, Wettbewerbe, Schule
Erfurt, 08.03.2010 -

Jugend debattiert soll auch im nächsten Schuljahr wachsen: In Thüringen können jetzt weitere Schulen in das Netzwerk aufgenommen werden. Rund 2.700 Schüler und 100 Lehrer an 26 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb Jugend debattiert in Thüringen beteiligt. Bundesweit nehmen 90.000 Schüler und 4.500 Lehrer an rund 660 Schulen teil. Mit einer Unterrichtsreihe und einem bundesweiten Wettbewerb bringt Jugend debattiert Rhetorik in die Schule: Das Projekt fördert die sprachliche und politische Bildung ebenso wie die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung von Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8. Jugend debattiert ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Kooperationspartner sind die Kultusministerkonferenz und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Das Ministerium erhöht sein personelles und finanzielles Engagement und ermöglicht damit die Ausweitung des Projekts in Thüringen. Interessierte Schulen finden weitere Informationen zur Teilnahme im Internet unter www.jugend-debattiert.de/teilnahme. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2010 über das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur möglich.

"Wir freuen uns sehr, dass durch das verstärkte Engagement des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur jetzt noch mehr Thüringer Schulen bei Jugend debattiert mitmachen können," so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Projektpartner. "Jugend debattiert regt die Jugendlichen zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie an: Die Schülerinnen und Schüler lernen aufmerksam zuzuhören, kritische Fragen zu stellen und überzeugend zu präsentieren. Deshalb ist es uns so wichtig, dass Debattieren bereits in der Schule geübt wird."

Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, ruft zur Teilnahme am Wettbewerb auf: "Demokratie lebt von aktiver Beteiligung. Dazu gehört auch der Austausch von Argumenten. Einen wichtigen Beitrag zur Diskussionskultur leistet der Rhetorikwettbewerb 'Jugend debattiert'. Im Zeitalter elektronischer Medien setzt er auf das gesprochene Wort und bereitet so Schülerinnen und Schüler auch auf spätere Bewerbungsgespräche und das Berufsleben vor."

Jugend debattiert wendet sich an alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ab Klasse 8 und kann in vielen Schulfächern eingesetzt werden. Mindestens zwei Lehrkräfte der Schule, die sich an Jugend debattiert beteiligen möchte, sollten eine Fortbildung zum Jugend debattiert-Lehrer besuchen. Die Fortbildungen werden von besonders erfahrenen und dafür ausgebildeten Projektlehrkräften, sogenannten Lehrer-Trainern, durchgeführt. In den Fortbildungen wird vermittelt, wie das Debattieren im Unterricht eingeführt und eingesetzt werden kann. Alle Jugend debattiert-Schulen arbeiten schulartübergreifend in Regionalverbünden zusammen.

In einer Debatte bei Jugend debattiert äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen politischen und schulischen Streitfragen. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position – pro oder contra – darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Bewertet wird die Debatte nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Debatten finden in zwei Altersgruppen statt: den Klassen 8 bis 10 und den Jahrgangsstufen 11 bis 13.

Jugend debattiert verbindet Wettbewerb mit Training. Für die Schülerinnen und Schüler beginnt Jugend debattiert mit einer Unterrichtsreihe in der Klasse. Anschließend folgt der Wettbewerb, zunächst in der Schule, dann im Regionalverbund und schließlich auf Landesebene. Die besten acht Schüler, die sich zuvor auf Regionalverbundsebene durchsetzen, debattieren am 22. April beim Landesfinale in Erfurt. Regional- und Landessieger gewinnen jeweils ein Seminar zur Vorbereitung auf die nächste Stufe des Wettbewerbs. Die vier Landesbesten vertreten Thüringen dann beim Bundesfinale, das dieses Jahr am 20. Juni mit Bundespräsident Horst Köhler, dem Schirmherrn von Jugend debattiert, in Berlin stattfindet.

Was sich die Schüler und Schülerinnen in Unterricht und Seminar erarbeiten, trägt auch über den Wettbewerb hinaus: Jugend debattiert stärkt die kommunikativen Fähigkeiten, verbessert die Urteilsbildung und gibt mehr Sicherheit im Auftreten, auch bei Prüfungen und Bewerbungen.

Interessierte Schulen erhalten Informationen zur Teilnahme an Jugend debattiert und zum Fortbildungsangebot für Lehrkräfte im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur oder beim Thüringer Landesbeauftragten für Jugend debattiert. Die Kontaktdaten sind im Internet unter www.jugend-debattiert.de/teilnahme zu finden.

Pressekontakt:

Cornelia Reichel
Information/Kommunikation
Tel. 069/660 756 162
E-Mail:

Markus Bissinger
Jugend debattiert
Pressearbeit
Tel. 0163/81 84 956
E-Mail:

Jugend debattiert im Internet: www.jugend-debattiert.de

Ansprechpartner

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