Profilierte Wissenschaftler können über Pensionsgrenze hinaus weiter forschen
Zweite Runde der Niedersachsenprofessur 65+
Mehr zu: Forschung, Niedersachsen, Stiftungen, HochschuleVier Spitzenwissenschaftler gehen erfolgreich aus der zweiten Ausschreibungsrunde des Programms "Die Niedersachsenprofessur - Forschung 65+" hervor. Sie erhalten eine Förderung von insgesamt 600.000 Euro. Drei der Professoren arbeiten an der NTH - zwei davon an der Technischen Universität Braunschweig und einer an der Leibniz Universität Hannover - und ein weiterer Wissenschaftler an der Universität Oldenburg.
"Mit der Niedersachsenprofessur können wir diese herausragenden Wissenschaftler für unser Land erhalten. Niedersachsen zieht Spitzenkräfte jeden Alters an und ermöglicht diesen, auch über die eigentliche Pensionsgrenze hinaus zu forschen. Das spricht für unsere Hochschulen und ihre Attraktivität", sagte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann.
"Auf die Ausschreibung haben sich auch in der zweiten Runde herausragende Forscherpersönlichkeiten beworben", so der Generalsekretär der VolkswagenStiftung Dr. Wilhelm Krull. "Das zeigt, dass das Land den richtigen Akzent in der Förderung gesetzt hat."
Damit exzellente Forschung nicht von starren Altersgrenzen abhängt und es vielmehr entscheidend ist, die besten Köpfe für die Wissenschaft an den Hochschulen zu halten, haben das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung im Jahr 2008 gemeinsam ein Förderprogramm für Spitzenforscher kurz vor dem Ruhestand eingerichtet. Niedersachsen ist das erste Bundesland gewesen, das ein solches Angebot macht.
Die sogenannte Niedersachsenprofessur ermöglicht es profilierten Wissenschaftlern künftig, auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus an den Hochschulen zu forschen und zu lehren. Sie erhalten zu ihren Ruhestandsbezügen eine nebenberufliche Professur, die gewährleistet, dass sie ihre wissenschaftliche Arbeit fortsetzen können. Dabei steht der Professor oder die Professorin der Hochschule als zusätzliche Kraft zur Verfügung: Die bisherige Stelle kann regulär für jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgeschrieben werden.
Das Programm wird als Teil der Förderlinie "Holen&Halten" aus dem "Niedersächsischen Vorab" mit insgesamt 3,5 Millionen Euro finanziert.
Die "Niedersachsenprofessoren" der zweiten Ausschreibungsrunde mit ihren jeweiligen Themen:
- Prof. Dr. Stephanus Büttgenbach, Fakultät für Maschinenbau, Technische Universität Braunschweig, "Entwicklung neuer Mikrosensoren"
- Prof. Dr. Uwe Meves, Germanistik, Fakultät für Sprach- und Kulturwissenschaften, Universität Oldenburg, "Fachgeschichte der Germanistik im 19. Jahrhundert"
- Prof. Dr. Klaus-Dieter Becker, Fakultät für Lebenswissenschaften, technische Universität Braunschweig, "In Situ Mössbauer Untersuchungen zu Fehlordnungen und Diffusion in Eisennitriden"
- Prof. Dr. Eberhard Tiemann, Fakultät für Mathematik und Physik, Leibniz Universität Hannover, "Ausbau der Arbeiten in der Molekülphysik und Quantenoptik, unter anderem innerhalb des Exzellenzclusters QUEST"
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