Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
GEW: "Schluss mit dem Vertuschen - lückenlose Aufklärung notwendig"
Bildungsgewerkschaft zu sexuellem Missbrauch von Schülerinnen und Schülern
Mehr zu: Gewalt in der Schule, Schavan, Sexueller Missbrauch, Schule"Das Vertuschen muss endlich ein Ende haben. Die Missbrauchsfälle müssen lückenlos aufgeklärt werden. Neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen ist es an der Zeit, dass sich die Täter bei ihren Opfern entschuldigen", erklärte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Dienstag mit Blick auf die jüngst bekannt gewordenen Fälle, bei denen Schülerinnen und Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden sind.
In diesem Sinne begrüßte er die Initiative der Bundesministerinnen Annette Schavan (Bildung) und Kristina Schröder (Familie, beide CDU) für einen Runden Tisch am 23. April. Thöne sagte die Teilnahme der Bildungsgewerkschaft zu. Der GEW-Vorsitzende sieht aber auch die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Schulträger in der Pflicht.
"Für sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche darf es keine Toleranz und falsch verstandenen Kollegenschutz geben. Respekt und der Schutz der Lernenden vor sexuellem Missbrauch gehören zum Berufsleitbild der Lehrkräfte. Zwischen Lehrkräften und Schülern können sich nur dann ein Vertrauensverhältnis und ein gutes Lernklima entwickeln, wenn körperliche und psychische Übergriffe zum Tabu erklärt werden und geächtet sind", sagte Thöne. Er warnte aber gleichzeitig davor, eine ganze Berufsgruppe an den Pranger zu stellen.
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