Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Schulen in Sachsen-Anhalt können sich jetzt bei Deutschlands größtem Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung bewerben
In Sachsen-Anhalt beteiligen sich derzeit 2.100 Schüler und 80 Lehrer an 18 Schulen / Mit 90.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern an rund 660 Schulen größtes privat finanziertes Projekt zu Rhetorik und Debatte / Schulen können sich ab sofort beim Kultusministerium für Jugend debattiert bewerben
Mehr zu: Geisteswissenschaften, Kulturelle Bildung, Politische Bildung, Sachsen-Anhalt, Stiftungen, Training, Wettbewerbe, SchuleJugend debattiert in Sachsen-Anhalt soll auch im nächsten Schuljahr wachsen: Jetzt können weitere Schulen in das Netzwerk aufgenommen werden. Rund 2.100 Schüler und 80 Lehrer an 18 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb Jugend debattiert Sachsen-Anhalt beteiligt. Bundesweit nehmen 90.000 Schüler und 4.500 Lehrer an rund 660 Schulen teil. Mit einer Unterrichtsreihe und einem bundesweiten Wettbewerb bringt Jugend debattiert Rhetorik in die Schule: Das Projekt fördert die sprachliche und politische Bildung ebenso wie die Meinungs- und Persönlichkeitsbildung von Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8.
Jugend debattiert ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Kooperationspartner sind die Kultusministerkonferenz und das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt. Interessierte Schulen finden weitere Informationen zur Teilnahme im Internet unter www.jugend-debattiert.de/teilnahme. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2010 über das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt möglich.
"Wir wollen mit diesem Projekt das Demokratieverständnis fördern", sagt Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz. "Gleichzeitig wird der Wettbewerb Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich mit politischen Sachverhalten auseinanderzusetzen und dabei neue Erkenntnisse und Sichtweisen zu gewinnen, um für sich einen Standpunkt zu formulieren und zu vertreten. Jugend debattiert leistet einen wichtigen Beitrag zur Kultur des Dialogs", so Olbertz.
"Wir freuen uns sehr, dass durch das Engagement des Kultusministeriums jetzt noch mehr Schulen in Sachsen-Anhalt bei Jugend debattiert mitmachen können" , so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Projektpartner. "Jugend debattiert regt die Jugendlichen zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie an: Die Schülerinnen und Schüler lernen aufmerksam zuzuhören, kritische Fragen zu stellen und überzeugend zu präsentieren. Deshalb ist es uns so wichtig, dass Debattieren bereits in der Schule geübt wird."
Jugend debattiert wendet sich an alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ab Klasse 8 und kann in vielen Schulfächern eingesetzt werden. Mindestens zwei Lehrkräfte der Schule, die sich an Jugend debattiert beteiligen möchten, sollten eine Fortbildung zum Jugend debattiert-Lehrer besuchen. Die Fortbildungen werden von besonders erfahrenen und dafür ausgebildeten Projektlehrkräften, sogenannten Lehrer-Trainern, durchgeführt. In den Fortbildungen wird vermittelt, wie das Debattieren im Unterricht eingeführt und eingesetzt werden kann. Alle Jugend debattiert-Schulen arbeiten schulartübergreifend in Regionalverbünden zusammen.
In einer Debatte bei Jugend debattiert äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen politischen und schulischen Streitfragen. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position – pro oder contra – darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Bewertet wird die Debatte nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Debatten finden in zwei Altersgruppen statt: den Klassen 8 bis 10 und den Jahrgangsstufen 11 bis 13.
Jugend debattiert verbindet Wettbewerb mit Training. Für die Schülerinnen und Schüler beginnt Jugend debattiert mit einer Unterrichtsreihe in der Klasse. Anschließend folgt der Wettbewerb, zunächst in der Schule, dann im Regionalverbund und schließlich auf Landesebene. Die besten acht Schüler, die sich zuvor auf Regionalverbundsebene durchsetzen, debattieren am 22. März beim Landesfinale in Magdeburg. Regional- und Landessieger gewinnen jeweils ein Seminar zur Vorbereitung auf die nächste Stufe des Wettbewerbs. Die vier Landesbesten vertreten Sachsen-Anhalt dann beim Bundesfinale, das dieses Jahr am 20. Juni mit Bundespräsident Horst Köhler, dem Schirmherrn von Jugend debattiert, in Berlin stattfindet.
Was sich die Schüler und Schülerinnen in Unterricht und Seminar erarbeiten, trägt auch über den Wettbewerb hinaus: Jugend debattiert stärkt die kommunikativen Fähigkeiten, verbessert die Urteilsbildung und gibt mehr Sicherheit im Auftreten, auch bei Prüfungen und Bewerbungen.
Interessierte Schulen erhalten Informationen zur Teilnahme an Jugend debattiert und zum Fortbildungsangebot beim Landesbeauftragten für Jugend debattiert in Sachsen-Anhalt. Die Kontaktdaten sind im Internet unter www.jugend-debattiert.de/teilnahme zu finden.
Pressekontakt:
Cornelia Reichel
Information/Kommunikation
Tel. 069/660 756 162
E-Mail:
Markus Bissinger
Jugend debattiert
Pressearbeit
Tel. 0163/81 84 956
E-Mail:
Jugend debattiert im Internet: www.jugend-debattiert.de
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