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Bildungsregionen

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Präsidium des Landkreistags erörtern Fragen der Schulentwicklung

"Wir wollen für unsere Schüler wohnortnah hochwertige Bildungsangebote sichern und Ganztagsschulen ausbauen"

Mehr zu: Bayern, Bildungsregion, Bildungswesen, Hauptschule, Regionalschule, Schulentwicklung, Schulstruktur, Schulweg, Spaenle, Schule
München, 10.03.2010 -

In einem intensiven Gespräch erörterte das Präsidium des Bayerischen Landkreistags um Präsident Theo Zellner mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zentrale Fragen der Schulentwicklung im Freistaat. "Wir wollen für unsere Schüler wohnortnah hochwertige Bildungsangebote sichern und die Ganztagsangebote ausbauen", waren sich Kultusminister Spaenle und Landkreistagspräsident Zellner einig. Theo Zeller unterstrich die Notwendigkeit, die offenen Ganztagsangebote im ländlichen Raum auszubauen.

Gemeinsam mit Ludwig Spaenle betonte Theo Zellner: "Wir haben ein vitales Interesse daran, dass für unsere jungen Menschen die besten Rahmenbedigungen geschaffen werden, damit sie erfolgreich eine qualitativ anspruchsvolle Bildung und Ausbildung durchlaufen." Mit Priorität verfolgen Staat und Landkreise das Ziel, dies ergab das Gespräch, gleichwertige Bildungs- und damit Lebenschancen für die Menschen in Stadt und Land zu sichern. Kultusminister Spaenle sicherte zu, dass er den Dialog mit den Landräten intensiv fortsetzen wird.

Konkret setzen Kultusminister Spaenle und die Landräte auf folgende Maßnahmen:

  1. Auch an Realschulen und Gymnasien sollen gebundene Ganztagsangebote ab 2011/2012 aufgebaut werden.

  2. Dabei sind die offenen Ganztagsangebote gerade im ländlichen Raum von besonderer Bedeutung. Kultusminister und Landräte werden sich dafür einsetzen, dass ebenso wie bei den gebundenen Ganztagsangeboten auch bei den offenen die Schülerbeförderung finanziell gefördert werden kann.

  3. Das flächendeckende Angebot von Grund- und Hauptschulen soll - soweit wie möglich erhalten bleiben.

  4. Das Modell der Flexiblen Grundschule kann besondere Chancen eröffnen. Auf der Basis von Jahrgangskombinierten Klassen können auch kleine Grundschulstandorte erhalten werden. Die Devise "Kurze Beine, kurze Wege" kann damit verwirklicht werden.

  5. Die Entwicklung der Hauptschule zur Mittelschule mit einer deutlichen Stärkung der beruflichen Orientierung wird als Chance gewertet, um jungen Menschen gute Startchancen auf dem Weg in die Berufsausbildung zu vermitteln. Dabei soll im Bedarfsfall auch die Untergrenze von 15 Schülern pro Klasse unterschritten werden können.

  6. Schulverbünde, zu denen sich kleinere Hauptschulen zusammenschließen können, sind ein geeignetes Instrument, um möglichst viele Hauptschulstandorte auch im ländlichen Raum zu erhalten. So können Schüler wohnortnah ihre Schule besuchen. Innerhalb von Schulverbünden kann auch die bisherige Mindestschülerzahl pro Klasse unterschritten werden.

  7. Die Jugendsozialarbeit an Schulen soll ausgebaut werden, da an Schulen immer stärker Aufgaben der Erziehung übernommen werden müssen.

Die Landkreise fungieren vor allem als Sachaufwandsträger für Realschulen und Gymnasien, aber auch von beruflichen Schulen und Förderschulen, die Landräte haben vielerorts auch die Rolle der Moderatoren der Dialogforen übernommen, in denen die betroffenen Personen die grundlegende Weichstellungen für das Schulwesen in den Landkreisen diskutieren.

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