Hessisches Kultusministerium
Kultusministerin Dorothea Henzler wirbt auf Hauptschultag für Mittelstufenschule
Mehr zu: Hauptschule, Hessen, Mittelstufenschule, Schulentwicklung, Schulstruktur, SchuleKultusministerin Dorothea Henzler hat auf dem 7. Hessischen Hauptschultag in Wetzlar für die neue Mittelstufenschule geworben. Der diesjährige Hauptschultag steht unter dem Motto: Kein Kind verlassen oder zurücklassen. Damit ist auch das zentrale schulpolitische Ziel der Landesregierung umschrieben, sagte Henzler. Kein Kind darf im hessischen Schulsystem zurückgelassen werden. Vielmehr wollen wir alle Jugendlichen gemäß ihren Talenten und Fähigkeiten fördern und so zu einem bestmöglichen Abschluss führen. Die neue Mittelstufenschule soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Eine gute Hauptschule, so die Ministerin weiter, befähige junge Menschen dazu, eine Lehrstelle, einen Arbeitsplatz oder einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen. So verfügten etwa mehr als 50 Prozent der Auszubildenden im Handwerksbereich über einen Hauptschulabschluss. Dennoch haben wir in Hessen - wie im übrigen Bundesgebiet auch - die Situation, dass der Bildungsgang Hauptschule immer weniger nachgefragt wird. Die Mittelstufenschule biete vor diesem Hintergrund eine zukunftsfähige Schulstruktur, die dem Wahlverhalten der Eltern Rechnung trage und eine bedarfsorientierte Schulausbildung möglich mache.
Die Mittelstufenschule sieht einen Eingang in Klasse 5 und zwei Abschlussmöglichkeiten nach Klasse 9 oder 10 vor und beinhaltet eine sehr starke Berufsorientierung. Die Jugendlichen werden sehr viel früher und praxisnah mit vielen modernen Berufen in Kontakt gebracht, erläuterte die Ministerin. Zugleich werde die Schullandschaft übersichtlicher gestaltet, ohne dass die Schulvielfalt und die Wahlfreiheit der Eltern eingeschränkt würden. Die Mittelstufenschule bietet damit allen Schulen mit den Bildungsgängen Haupt- und Realschule eine zukunftsfähige Perspektive und sichert langfristig ein vielfältiges Bildungsangebot in den Regionen.
Besonders hervor hob die Kultusministerin die hervorragende Arbeit der Schulleitungen und Lehrkräfte an den Hauptschulen, die oftmals unter schwierigen Bedingungen geleistet werden müsse. Für Ihre engagierte Arbeit, die ich persönlich bewundere und als verlässliche Partnerin unterstützen will, möchte ich Ihnen bei dieser Gelegenheit ausdrücklich danken.
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