Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau
Pressemeldung
Deutsches Studentenwerk

Der Bologna-Prozess ist noch längst nicht zu Ende

Deutsches Studentenwerk (DSW) zieht kritische Zwischenbilanz zum Bologna-Prozess - DSW-Präsident Rolf Dobischat: "Für die 20 Millionen Studierenden im europäischen Hochschulraum ist der Bologna-Prozess nicht zu Ende" - Defizite: Soziale Dimension, studentische Mobilität, Akzeptanz der Bachelor auf den Arbeitsmärkten - Dobischat: "Zahl der umgestellten Studiengänge oder eingeführten ECT-Systeme sagt nichts über Qualität"

Mehr zu: Bologna-Prozess, Mobilität, Hochschule
Berlin, 11.03.2010 -

Für das Deutsche Studentenwerk (DSW) gibt es auf der Bologna-Jubiläumskonferenz, die in Budapest und Wien beginnt, wenig Grund zu feiern. An die Adresse der verantwortlichen Ministerinnen und Minister aus den 46 Ländern, die am Europäischen Hochschulraum beteiligt sind, sagt DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat: "Die mehr als 20 Millionen Studierenden sind die Adressaten des Bologna-Prozesses. Für sie ist er mit dem Jahr 2010 der Prozess noch längst nicht abgeschlossen."

Dobischat: "Solange die Studierbarkeit von Bachelor-Studiengängen nicht überall sichergestellt ist, solange die studentische Mobilität nicht massiv ansteigt, solange die soziale Dimension des Bologna-Prozesses nicht engagierter angegangen wird und die Arbeitsmarktchancen von Bachelor-Absolventen unklar sind, solange fällt meine Jubiläums-Bilanz kritisch aus."

Mit Blick auf die angekündigten Studierenden-Proteste in Budapest und Wien sagt Dobischat: "Der Bologna-Prozess ist für die Studierenden gemacht. Sie tun gut daran, sich als eigentliche Adressaten weiter Gehör zu verschaffen und auf Defizite aufmerksam zu machen." Es sei falsch, den Studierenden pauschal zu unterstellen, sie lehnten den Bologna-Prozess insgesamt ab, meint Dobischat. "Welche Qualität die Hochschulbildung in Europa unter den Bedingungen von Bachelor und Master haben soll – das ist eine Kernfrage, der sich alle stellen müssen", so Dobischat.

Die von der European University Association (EUA) zur Bologna-Konferenz vorgelegte Studie "Trends 2010" zeichnet laut Dobischat ein differenziertes Bild der Bologna-Reformen in 16 Ländern. "Man muss die quantitativen von den qualitativen Aussagen unterscheiden. Dass 95% der Hochschulen das dreigliedrige Abschlusssystem von Bachelor, Master und Promotion übernommen habe, sagt noch nichts darüber aus, wie gut sie das getan haben und wie studierendenzentriert die Lehre tatsächlich ist", kommentiert Dobischat.

Ein großes strukturelles Defizit des Bologna-Prozesses sieht der DSW-Präsident darin, dass die so genannte "soziale Dimension" auch in Budapest und Wien nicht mit der Dringlichkeit behandelt werde, die sie seiner Meinung nach verdient hätte. "Studienfinanzierung, studienbegleitende Beratung, Kinderbetreuung – solche Themen gehören mit auf die Agenda. Die Studierenden brauchen nicht nur gute Lehre, sie brauchen auch eine gute soziale Infrastruktur", so Dobischat.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

E1cdcb4a2af352c3710f46090b9c3c6c5bbdd415
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung