Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.
Schulen brauchen professionelle Unterstützung
Sexuelle Missbrauchs- und Gewaltfälle ängstigen zum Teil Kinder und Jugendliche / BLLV-Präsident Wenzel: "In den Mittelpunkt muss jetzt die Präventionsarbeit rücken
Mehr zu: Bayern, Gewalt in der Schule, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Jugendschutz, Prävention, Sexueller Missbrauch, Werteerziehung, Schule"Viele Kinder und Jugendliche reagieren auf die täglichen Enthüllungen über Missbrauchs- und Gewaltfälle an Schulen verunsichert und ängstlich", teilte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel heute in München mit. Schülerinnen und Schüler könnten die Vorfälle oftmals nicht einordnen, viele seien von den Meldungen irritiert, manche erschrocken. "Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass es hilfreich sein kann, wenn Kinder und Jugendliche wissen, dass sie auch in der Schule über ihre Gefühle und Ängste sprechen können - wenn sie es wollen."
"Wenn Schüler die Vorfälle thematisieren möchten, versuchen Lehrerinnen und Lehrer, so kompetent wie möglich damit umzugehen", erklärte Wenzel. Es sei wichtig, die Signale der jungen Menschen zu verstehen und sie aufzugreifen, allerdings könnten Lehrkräfte die Problematik nicht alleine schultern - sie benötigen professionelle Hilfe.
Im Mittelpunkt der Bemühungen müsse jetzt die Präventionsarbeit liegen: "Schulen brauchen dauerhafte Begleitung und Unterstützung. Professionell ausgebildetes zusätzliches Personal sollte nicht nur im akuten Krisenfall zum Einsatz kommen, sondern an jeder Schule selbstverständlich sein. Selbstwertstützende Maßnahmen müssen grundlegender Bestandteil eines jeden Schulkonzeptes werden. Jede Schule braucht mindestens einen Schulpsychologen als verlässlichen Ansprechpartner. "Hilfreich wäre es auch, den Schulen Experten wie zum Beispiel Mitarbeiter/innen von Beratungsstellen oder aber Ärzte zur Verfügung zu stellen", betonte Wenzel.
Es sollte an allen Schulen selbstverständlich werden, über Themen, die die Gesellschaft betreffen, diskutieren und reden zu können. "Mit Verdrängung ist keinem geholfen. Jugendliche wollen sich aussprechen und sich aktuellen Ereignissen stellen. Schulen brauchen daher Räume, an denen das möglich ist. Im Idealfall sind sie nicht nur Lernorte, sondern auch Lebensräume", so der BLLV- Präsident.
Ansprechpartner
Sonderthemen
"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"
09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...Schule
Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung
Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback