"Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt, dass die Sonderbehandlung und Ausgrenzung von Kindern mit Behinderung der absolute Ausnahmefall ist. Die Aussagen von Kessler bezüglich eines Finanzierungsvorbehaltes, sind daher untragbar", so Isolde Ries, integrationspolitische Sprecherin der SPD-Landtagfraktion.
Bereits jetzt haben Eltern behinderter Kinder das einklagbare Recht auf Regelbeschulung. "Viele Kinder werden heute in Förderschulen abgeschoben, weil sich Lehrerinnen und Lehrer nicht in der Lage sehen, ihnen eine adäquate Unterrichtung und Förderung in der Regelschule zu ermöglichen", so Ries weiter. Nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion muss daher "inklusive Pädagogik" ein verpflichtender Schwerpunkt in der Lehreraus- und fortbildung werden.
"Mit einem Sonderpädagogen an den Grundschulen ist es allerdings nicht getan. Das gleiche muss parallel auch für die weiterführenden Schulen gelten. Kessler spielt an dieser Stelle auf Zeit – auf Kosten unserer Kinder", so Isolde Ries abschließend.