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LEA fordert die Beibehaltung der Meldungen aller Gewaltvorfälle sowie die Einrichtung einer Ombudsstelle

Mehr zu: Berlin, Gewalt in der Schule, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Schule
Berlin, 12.03.2010 -

Die im Zuge der sogenannten Entbürokratisierung beschlossene Änderung zur Meldung von Gewaltvorfällen, welche dazu führt, dass die Schulen seit diesem Schuljahr Vorfälle wie Schlägereien, Beleidigungen von Lehrern oder Sachbeschädigungen nicht mehr unbedingt melden müssen, setzt nach Ansicht des Landeselternausschusses ein falsches Signal.

Die genannte Form der Gewalt muss nicht nur weiterhin statistisch erfasst werden, sondern auch zu klaren Konsequenzen für die Täter führen. Der Verzicht auf die Meldepflicht ist der erste Schritt zu einer Bagatellisierung derartiger Vorfälle.

Die Zunahme der Gewaltvorfälle an den Berliner Schulen und die jüngst bekannt geworden Missbrauchsvorfälle an Schulen im gesamten Bundesgebiet belegen auch die Notwendigkeit einer unabhängigen Ombudsstelle. Zunehmende Konflikte, Unstimmigkeiten, Mobbingfälle bis hin zu Diskriminierungen unter Schülerinnen und Schülern, Eltern und den Schulen, bzw. dem Personal der Schulen, legen nahe, dass ein Meditationsverfahren durch eine unabhängige zentrale Stelle, die das Wohl der Schüler/-innen vertritt, in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung etabliert wird.

Aufgabe der Ombudsstelle soll es sein, als Anlauf- und Beratungsstelle für Eltern, Schüler/-innen sowie dem pädagogischen und nichtpädagogischen Personal von staatlichen und Schulen in freier Trägerschaft zu arbeiten. Dazu muss sie anonym arbeiten können und muss die sie anrufenden und aufsuchenden Personen schützen.

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