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Bewerbungsbeginn für START-Schülerstipendien

Mehr zu: Migration, Nordrhein-Westfalen, Sport, Stipendien, Weiterbildung, Schule
Düsseldorf, 12.03.2010 -

In Nordrhein-Westfalen werden ab sofort wieder gesellschaftlich engagierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte für das START-Stipendienprogramm gesucht. Für die Bildungsinitiative START in Nordrhein-Westfalen stellt die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und 32 weiteren Partnern mindestens 40 Stipendienplätze für das Schuljahr 2010/11 zur Verfügung. Bis zum 30. April 2010 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) unter www.start-stiftung.de für die Aufnahme in den nunmehr fünften START-Stipendiatenjahrgang in Nordrhein-Westfalen bewerben.

Ziel von START ist es, Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die gute schulische Leistungen und ein überzeugendes soziales Engagement aufweisen, verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit verbunden bessere Chancen für eine gelungene Integration in unsere Zuwanderungsgesellschaft zu bieten.

Schulministerin Barbara Sommer erklärt: "Jede dritte Schülerin und jeder dritte Schüler in Nordrhein-Westfalen hat eine Zuwanderungsgeschichte. Diese kulturelle Vielfalt gilt es zu fördern, denn sie ist einer der großen Reichtümer unseres Landes.

Das START-Schülerstipendium unterstützt besonders talentierte und engagierte Jugendliche mit ideeller und finanzieller Hilfe und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Integration. Johann Wolfgang von Goethe beschrieb treffend, dass Kinder ´Wurzeln und Flügel´ brauchen: Wurzeln der familiären Identität und Flügel, um zu neuen Entdeckungen aufzubrechen. Die START-Förderung hilft den Schülerinnen und Schülern, ihre Flügel zu entwickeln. Wir brauchen in unserem Land die Ideen und die Kreativität aller jungen Menschen – samt ihrer Wurzeln und Flügel."

Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH, erläutert: "Die Ausbildung schulischer und beruflicher Kompetenzen und eine soziale Teilhabe zählen zu den Säulen einer gelungenen Integration. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben hier jedoch häufig schlechtere Ausgangsbedingungen. START möchte diejenigen, die trotz schwieriger Umstände eine hohe Leistungsmotivation und ein ausgeprägtes soziales Engagement zeigen, fördern und motivieren, ihren Weg der Integration weiter zu gehen."

START sieht eine materielle und eine ideelle Förderung der Stipendiaten vor. Die materielle Unterstützung umfasst ein monatliches Bildungsgeld in Höhe von 100 € und einen Laptop mit Internetzugang. Die ideelle Förderung zielt vor allem auf den Zugang zu Themen und Kontakten, die im privaten Rahmen häufig nicht geboten werden können und über das schulische Maß hinausgehen: Neben grundlegenden Bildungsseminaren – z.B. zu den Themen "Demokratie und Partizipation", "Medien in Theorie und Praxis" und "Rhetorik" – können die Stipendiaten Wahlseminare im künstlerisch-kreativen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Bereich belegen. Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung sowie die Vermittlung von Praktika ergänzen das Angebot. Die Stipendiaten profitieren außerdem von einem lebendigen Netzwerk mit anderen Stipendiaten und Alumni.

Betreut werden die Stipendiaten in Nordrhein-Westfalen von der Landeskoordination START in NRW, die bei der RAA Wuppertal angesiedelt ist. Darüber hinaus gibt es vielerorts auch lokale Ansprechpartner.

Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt, können aber bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert werden. START versteht sich als Bildungsinitiative, die gleichzeitig fördert und fordert. "Alle unsere Stipendiaten bringen außergewöhnliche Leistungen - in der Schule und auch außerhalb über ihr ehrenamtliches Engagement", verdeutlicht Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung, stellvertretend für die STARTPartner in NRW. "Diese Leistungen honorieren wir zum einen mit dem Stipendium, zum anderen fördern wir die individuellen Potenziale der jungen Menschen, indem wir ihnen in Seminaren oder Ferienkursen zusätzliches ´Futter´ für die Persönlichkeitsentwicklung und Qualifizierung in bestimmten Bereichen liefern."

Zu den Bewerbungsvoraussetzungen für ein START-Stipendium zählen: der Migrationshintergrund der Schüler, ihrer Eltern oder Großeltern, gesellschaftliches Engagement und ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser. Schüler sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung die Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. Die Bewerbung kann online oder per Post erfolgen. Unter www.start-stiftung.de stehen das Antragsformular sowie weiterführende Informationen bereit.

In Nordrhein-Westfalen ist START eine gemeinsame Bildungsinitiative der STARTStiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH und folgender Partner: Arbeitgeberverband Remscheid, Stadt Bielefeld, Bielefelder Bürgerstiftung, Bildungs- und Erziehungsstiftung der Herner Sparkasse, Blumberg-Stiftung, Bürgerstiftung Lebensraum Aachen, Bürgerstiftung Düsseldorf, Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, Bürgerstiftung Siegen, Bürgerstiftung Westmünsterland, Clément-Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Deutsche Post World Net, Deutsche Telekom-Stiftung, Stadt Essen, Stadt Gütersloh, Stadt Köln – aus Mitteln der Stiftung zur Förderung des Schul- und Ausbildungswesens, Lions-Club Rheda-Ems, Marianne und Emil Lux-Stiftung, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA NRW), Stadt Remscheid, Rotary Clubs Remscheid und Remscheid-Lennep, RWE Aktiengesellschaft, Stadtsparkasse Remscheid, Stadt Stiftung Gütersloh, Stiftung Bürger für Münster, Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, WestLBStiftung Zukunft NRW, Wolfgang Hamann Stiftung Hilden, Stadt Wuppertal, Wurm GmbH & Co. KG.

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