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Faire Teilhabe- und Aufstiegschancen müssen gesichert sein

Bayerisches Kultusministerium setzt auf differenziertes Schulsystem mit staatlichen Schulweghelfern - Durchlässigkeit wurde ausgebaut

Mehr zu: Bayern, Hauptschule, Oberschule, Schulstruktur, Spaenle, Sprachförderung, Schule
München, 11.03.2010 -

Ein Schulsystem muss für alle Schülerinnen und Schüler Chancen- und Teilhabegerechtigkeit sicherstellen. Darin stimmt Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle mit der Position überein, die der Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, bei einem Kongress in Berlin vertreten hat.

Um dieser Zielsetzung gerecht zu werden, setzt das bayerische Kultusministerium auf ein differenziertes Schulwesen. Hierin unterscheidet sich der bayerische Weg durchaus von dem Vorschlag Sinns, der auf eine Gemeinschaftsschule hin tendiert.

"Mit dem differenzierten Schulwesen können", so Minister Spaenle, "die Begabungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler sehr gut gefördert werden". Und er ergänzt: "Allerdings muss der Staat sicherstellen, dass die jungen Menschen auf ihrem Weg von der Grundschule bis zur Berufsausbildung und zum Studium intensiv begleitet werden." Der Staat stehe hier als "pädagogischer Schulweghelfer" in der Verantwortung. Gerade in den jüngsten Jahren hat der Freistaat Bayern sein leistungsstarkes Schulwesen mit der Zielsetzung weiterentwickelt, die Durchlässigkeit und damit die Zugangsmöglichkeiten für alle jungen Menschen zu jedem Bildungsweg zu erhöhen.

Instrumente dazu sind z.B. der Ausbau der Ganztagsschulen, mehr Durchlässigkeit zwischen den Schularten durch individuelle Förderung, Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schularten, etwa Haupt- und Realschule und die Einführung der Beruflichen Oberschule als zweiten Weg zur Allgemeinen Hochschulreife.

Schülerinnen und Schüler können heute zudem in Bayern an unterschiedlichen Schularten gleichwertige Abschlüsse erreichen, z.B. an der Hauptschule, der Wirtschafts- und der Realschule einen mittleren Bildungsabschluss. Um Kindern mit Migrationshintergrund bessere Chancen zu eröffnen und damit soziale Ungleichheiten zu verhindern, setzt Bayern auf eine intensive Sprachförderung bereits ab dem Vorschulalter. Mit einem Gesamtkonzept zur Förderung der schulischen Integration von Kindern mit Migrationshintergrund hat Minister Spaenle im vergangenen Frühjahr weitere Impulse gesetzt, um jungen Menschen aus Zuwandererfamilien eine gute Grundlage für den schulischen und beruflichen Weg zu ermöglichen.

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