Eine gute Ausbildung und die Fähigkeit, sich wandelnden beruflichen Anforderungen flexibel anzupassen, sind heute wichtige Voraussetzungen für Zukunftsfähigkeit. Neben einer hohen fachlichen Kompetenz sind deshalb auch Basisqualifikationen wie Selbstlernstrategien und die Beherrschung berufsübergreifender Informationstechnologien von großer Bedeutung. Das Rahmenprogramm der didacta 2010 bietet zahlreiche Angebote rund um das Thema Ausbildung und Qualifikation. Im Folgenden ein kleiner Ausschnitt.
So präsentiert sich beispielsweise das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf der größten Bildungsmesse Europas mit aktuellen Informationen, Vorträgen und Gesprächen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. Das BIBB organisiert im Rahmen der didacta 2010 das Forum "Ausbildung/Qualifikation" (Halle 10, Stand A 090). In einem täglich wechselnden Vortrags- und Präsentationsprogramm stellen Expertinnen und Experten der beruflichen Bildung den aktuellen Forschungsstand und die neuesten Aktivitäten zu den Schwerpunkten vor. Im Einzelnen sind dies: Berufsbildung International (Dienstag, 16. März), Ausbildung im Handwerk / Digitale Medien (Mittwoch,17. März), neue Entwicklungen in der beruflichen Weiterbildung (Donnerstag, 18. März), neue Berufe / Berufsorientierung (Freitag, 19. März) sowie Naturwissenschaft und Technik zum Anfassen (Samstag, 20. März). Nähere Einzelheiten zum Vortrags- und Präsentationsprogramm gibt es unter www.bibb.de/messen.
Am Donnerstag (18. März, 15 Uhr, Halle 10, Stand A 090) verleihen die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Sommer, und der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Manfred Kremer, den diesjährigen "Weiterbildungs-Innovations-Preis" (WIP) verleihen. Mit dem WIP zeichnet das BIBB bereits zum zehnten Mal innovative und zukunftsweisende Konzepte der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung aus.
Abgerundet werden die Aktivitäten des BIBB auf der didacta 2010 durch die Fachtagung "Zertifizierte IT-Bildung in MINT-Berufen" (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Diese Fachtagung (Dienstag, 16. März, ab 14 Uhr, Messegelände, Congress-Centrum Ost, Congress-Saal, Sektion 2) ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI), des Didacta-Verbands, der Initiative "Mach MINT" und des Bundesinstituts für Berufsbildung. Nähere Informationen zum Programm und zu den Teilnahmebedingungen gibt es ebenfalls unter www.bibb.de/messen.
Informationstechnologie und Web 2.0 unterstützen heute den Bildungsprozess in Schule und Hochschule ebenso wie in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Vor diesem Hintergrund nimmt die didacta das Querschnittsthema E-Learning in allen Angebotsbereichen auf. Im Segment Ausbildung/Qualifikation greift die 5. Fachtagung "Professional E-Learning" dieses Thema auf. Die Fachtagung richtet sich an Bildungsexperten und Personalentwickler aus Unternehmen und Hochschulen und informiert an drei Tagen über die Gestaltung effizienter Lernszenarien und zukunftsweisende Personalarbeit. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von Best Practice aus Unternehmen und der Analyse der Erfolgsfaktoren. Für das Programm sind erneut Profis aus Unternehmen und Forschung sowie die E-Learning-Spezialisten der Learntec Consult verantwortlich.
Unter der Überschrift "Ausbildung und Wirtschaft – Ideen für Schulen" beleuchtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Frage, wie das Thema Wirtschaft an den Schulen gefördert werden kann. Die weltweite Finanzkrise, die Auswirkungen der Globalisierung oder auch der alltägliche Umgang mit Geld führen bei Jugendlichen immer wieder zu vielen Fragen. Auch das Interesse, selbst einmal pfiffige Geschäftsideen umzusetzen und ein Unternehmen zu führen nimmt unter Schülerinnen und Schülern stetig zu. Zugleich sind unternehmerische Kompetenzen in Ausbildung und Beruf zunehmend gefragt. Dennoch: Trotz der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und des großen Engagements vieler Lehrerinnen und Lehrern führt das Thema "Wirtschaft" an Schulen nach wie vor ein Schattendasein. Dabei gibt es jede Menge Anknüpfungspunkte, um wirtschaftliche Zusammenhänge und unternehmerisches Handeln spannend und lebensnah im Unterricht und in der Projektarbeit aufzugreifen. Deshalb hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Schulinitiativen, Schülerunternehmern und Lehrerinnen und Lehrer eingeladen, um im Rahmen von Events, Workshops und Podiumsdiskussionen auf der didacta in Köln über ihre vielfältigen Erfahrungen zu berichten.
"Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist das Thema der Sonderschau der UNESCO. Auf der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist im April 2009 in Bonn die zweite Halbzeit der gleichnamigen UN-Dekade eingeleitet worden. Nachhaltiges Denken und Handeln zu vermitteln ist das zentrale Anliegen der Dekade. Wie das in der Praxis gelingen kann, zeigen auf der Sonderschau zahlreiche Organisationen und Initiativen. Sie präsentieren Projekte, zukunftsfähige Ideen für Schule und Unterricht und den innovativen Umgang mit Neuen Medien im Rahmen eines "Global Village".
Zwei inhaltliche Schwerpunkte prägen die Sonderschau. Zehn als beispielhaft ausgezeichnete Projekte der UN-Weltdekade präsentieren sich und ihre Ideen zum aktuellen Dekade-Jahresthema "Geld". Der zweite Schwerpunkt ist der Orientierungsrahmen für den Lernbereich "Globale Entwicklung", der Mitte 2007 von der Kultusministerkonferenz (KMK) zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verabschiedet wurde und seitdem in immer mehr Bundesländern umgesetzt wird. Mehr als 30 Organisationen, Vereine und Institutionen nutzen die Sonderschau, ihre Medien, Konzepte, Projekte und vor allem ihre Unterrichtsmaterialien für alle Bereiche schulischen Lernens vorzustellen.
Unter dem Motto "Ökonomische Bildung stärken – Schule und Wirtschaft in der Sozialen Marktwirtschaft" werden auf der didacta 2010 Projekte - von Schülerfirmen über Wirtschaftsplanspiele bis zu Lehrerfortbildungen – zum Thema Schule & Ökonomie vorgestellt und Lehrkräfte mit Materialien versorgt. Inhaltlich getragen wird die Sonderschau vom Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT
Das Netzwerk entwickelt handfeste Instrumente, um Schülerinnen und Schülern Wirtschaft hautnah zu vermitteln und ihnen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern.
Erzieher/innen und Lehrer/innen begegnen den Herausforderungen einer mehrsprachigen Gesellschaft zunehmend mutig. Und sie haben viele Fragen: Wie gehe ich mit anderen Sprachen um, wenn ich selbst nur Deutsch spreche? Wie binde ich die Eltern ein? Wie kann ich den Förderbedarf eines fremdsprachigen Kindes richtig einschätzen? Was kann ich selbst tun – und wo kann ich mir Unterstützung holen? Diese und weitere Fragen behandelt die Sonderschau "Treffpunkt Mehrsprachigkeit"** auf der diesjährigen didacta in Köln.
Im Mittelpunkt des Treffpunkts finden täglich Informations- und Diskussionsrunden rund um die Mehrsprachigkeit statt. Den Treffpunkt selbst kann man durch vier "Sprachtore" betreten, in denen sich Material zum Erlernen und zum Umgang mit klassischen Fremdsprachen wie Englisch und Französisch sowie zu großen und kleineren Migrantensprachen wie Türkisch, Russisch, Griechisch, Tamilisch und vielen anderen befindet. Der "Treffpunkt Mehrsprachigkeit" findet auf Initiative des Netzwerks Mehrsprachigkeit e.V. (www.netzwerk-mehrsprachigkeit.de) statt. Das Veranstaltungsprogramm des Treffpunkts kann auf der Netzwerk-Homepage abgerufen werden.
Michael Steiner
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