Studentenwerke machen Hochschulen familienfreundlich
Mehr zu: Jugendhilfe und Sozialarbeit, Studienwahl, Hochschule- Kinderbetreuung, kostenloses Mensa-Essen, Beratung und Kurse für Studierende mit Kind, Spiel-, Wickel- und Stillzimmer, Begrüßungsgeld für Neugeborene
- Deutsches Studentenwerk (DSW) wirbt für Leistungen der Studentenwerke
- DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: "Studentenwerke leisten zentralen Beitrag für familienfreundliche Hochschulen"
- Besonders aktiv: Studentenwerke Gießen, Chemnitz-Zwickau, Thüringen und Potsdam
- Derzeit 7% Studierende mit Kind
Die 58 Studentenwerke haben an Deutschlands Hochschulen rund 6.200 Plätze in 194 Kinderbetreuungseinrichtungen, 19 Studentenwerke bieten flexible Kurzzeitbetreuung an. In den Mensen von 24 Studentenwerken essen die Kinder von Studierenden umsonst oder vergünstigt. 33 Studentenwerke haben besondere Beratungsangebote für Studierende mit Kind, 23 Studentenwerke stellen Spiel-, Wickel- und Stillzimmer zur Verfügung. Sieben Studentenwerke zahlen ein "Begrüßungsgeld" für die Neugeborenen von Studierenden. Mit diesen Zahlen wirbt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), für die vielfältigen Leistungen der Studentenwerke.
Auf einer Tagung der Initiative "Familie in der Hochschule", die von der Robert Bosch-Stiftung, dem Centrum für Hochschulentwicklung sowie dem Bundesministerium des Innern getragen wird, sagte Meyer auf der Heyde heute in Berlin: "Die Studentenwerke leisten einen zentralen Beitrag für familienfreundliche Hochschulen und ein familienfreundliches Studium – und das nicht erst, seit die Politik das Thema verstärkt besetzt hat. Als Partner der Hochschulen nehmen die Studentenwerke weit über die Kinderbetreuung hinaus den ganzen Lebensraum Hochschule in den Blick."
Meyer auf der Heyde betont: "Beim Thema Familienfreundlichkeit haben die Studentenwerke Expertise und einen riesigen Erfahrungsschatz. Beides stellen sie den Hochschulen in vielen Kooperationen zur Verfügung. Wir brauchen in Deutschland nicht nur einzelne Leuchttürme, sondern müssen endlich auch in der Masse und Fläche weiterkommen."
Besonders aktiv und breit aufgestellt seien die Studentenwerke Gießen, Chemnitz-Zwickau, Thüringen und Potsdam, lobte Meyer auf der Heyde. In den Mensen der Studentenwerke Hannover und Göttingen essen die Kinder von Studierenden seit kurzem kostenlos, das Studentenwerk Potsdam hat eine Kindersauna, das Studierendenwerk Trier hilft mit der Aktion "papa-mama-knete.de" Studierenden mit Kind in finanzieller Not. Die ostdeutschen Studentenwerke haben ihre Leistungen für das Studium mit Kind erst kürzlich in einer "Mutmacher"-Broschüre vorgestellt.
7% der Studierenden in Deutschland haben derzeit Kinder. Das ergab die jüngste Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Ihr Studium verläuft weniger reibungslos als das ihrer kinderlosen Mitstudierenden. Studierende mit Kind unterbrechen ihr Studium viermal häufiger; die Unterbrechung dauert im Schnitt fünf Semester. Mehr als die Hälfte der studentischen Eltern ist nebenher erwerbstätig.
Mehr zur Initiative "Familie in der Hochschule": www.familie-in-der-hochschule.de/cms/?getObject=572
Broschüre "Studieren mit Kind. Ein Mutmacher" der ostdeutschen Studentenwerke zum Download (60 Seiten): www.studentenwerke.de/pdf/Studieren_mit_Kind_Januar_2010.pdf
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