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Bildungsgerechtigkeit

Schavan will 1 Milliarde Euro für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen

Ministerin: "Wir schmieden Bündnisse gegen Bildungsarmut"

Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Bildungsmessen, didacta - die Bildungsmesse, Kinderarmut, Schavan, Sport, Sonderthemen
Berlin / Köln, 16.03.2010 -

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird in dieser Legislaturperiode insgesamt 1 Milliarde Euro einsetzen, um Bildungsbündnisse zu stärken, die sich an Grundschulen um benachteiligte Kinder kümmern. "Wir wollen auf diese Weise die Bildungschancen der Mädchen und Jungen deutlich verbessern, die zu Hause nur wenig gefördert werden", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Dienstag zum Auftakt der Bildungsmesse Didacta in Köln. "Mehr Bildungsgerechtigkeit liegt in der Verantwortung aller. Die Gesellschaft erwartet zu Recht, dass wir nicht länger über Zuständigkeiten streiten. Deshalb müssen wir den Föderalismus und die Kooperationsmöglichkeiten weiterentwickeln. Wir werden Bündnisse in den Schulen stärken, die Kindern reale Bildungschancen eröffnen." Die Didacta 2010 werde Impulsgeber sein und zeigen: "Bildungsgerechtigkeit ist die moderne Antwort auf die Frage nach Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert. Der Kampf gegen Bildungsarmut muss zu der sozialen Bewegung der kommenden Jahre werden."

"Mehr Bildungsgerechtigkeit liegt in der Verantwortung aller. Die Gesellschaft erwartet zu Recht, dass wir nicht länger über Zuständigkeiten streiten. Deshalb müssen wir den Föderalismus und die Kooperationsmöglichkeiten weiterentwickeln. Wir werden Bündnisse in den Schulen stärken, die Kindern reale Bildungschancen eröffnen." Die Didacta 2010 werde Impulsgeber sein und zeigen: "Bildungsgerechtigkeit ist die moderne Antwort auf die Frage nach Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert. Der Kampf gegen Bildungsarmut muss zu der sozialen Bewegung der kommenden Jahre werden."

Das Konzept: Jede der 16.400 Grundschulen in Deutschland braucht ein starkes Bildungsbündnis, in dem Schulleitung, Lehrerkollegium, Eltern und außerschulische Partner zusammenarbeiten. Jede Brennpunktschule soll über ein Bildungsbudget von 20.000 bis 40.000 Euro verfügen, um damit für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen.

Mit diesem Geld werden Bildungsbündnisse, die sich zum Beispiel um Fördervereine herum bilden, gezielt Bildungsarmut bekämpfen: unter anderem durch schulergänzenden Förderunterricht oder Ferienkurse zur individuellen Förderung. Kulturelle Projekte wie Theater-, Musical- oder Choraufführungen schaffen neue bedeutsame Lernräume. Förderungen im musischen Bereich oder durch sportliche Aktivitäten in Vereinen bedeuten reale Bildungschancen für Kinder, deren Eltern mit der materiellen Sicherung ihrer Existenz ausgelastet und oft überfordert sind. Bibliotheks- und Zeitungspatenschaften schaffen Zugänge zu Lesewelten, die für einen späteren Bildungserfolg unersetzlich sind. In Ausbildungen zu Schülerlotsen oder Streitschlichtern können Kinder soziale Kompetenzen erwerben und vorhandene Defizite ausgleichen, bevor sie zu einem Problem für die Schulgemeinschaft werden.

Alle Maßnahmen sollen direkt einzelnen - oder auch allen Kindern - der Grundschule zugutekommen. Sie sollen Bestandteil eines Schulprogramms sein und dienen der nachhaltigen Schärfung des Schulprofils im Blick auf mehr Bildungsgerechtigkeit.

Den vollständigen Wortlaut der Eröffnungsrede finden Sie ab sofort im Internet unter www.bmbf.de/pub/mr_20100316.pdf

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