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Schulverbünde

"Mittelschule kommt – Gesetzesänderung auf dem Weg – Erste Schulverbünde beantragt"

Kultusminister Ludwig Spaenle: Weiterentwicklung der Haupt- zur Mittelschule – Erweitertes Bildungsangebot für Schüler

Mehr zu: Bayern, Hauptschule, Mittelschule, Regionalschule, Schulorganisation, Spaenle, Schule
München, 17.03.2010 -

"Die Mittelschule kommt. Und sie startet zum Schuljahr 2010/11 an jedem Standort, an dem die Schulleitungen und Sachaufwachsträger sie in eigener Entscheidung an den Start gehen lassen", zeigte sich Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zuversichtlich.

"Die nötigen Änderungen des Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen sind auf den Weg gebracht, der Bayerische Landtag wird als Souverän bis zum neuen Schuljahr darüber entscheiden", vertraut der Minister. "Das erweiterte Bildungsangebot der Mittelschule ist für unsere Schülerinnen und Schüler sehr wichtig", argumentiert er und verweist u. a. auf die verstärkte Berufsorientierung und die erweiterte individuelle Förderung etwa durch Ganztagsangebote.

"So können die Schüler besser ihre Begabungen in Chancen ummünzen und die wachsenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen und Herausforderungen bewältigen."

Im ländlichen Raum sichert der im Gesetzentwurf verankerte Schulverbund als Instrument den Erhalt kleiner Schulstandorte, die aufgrund der demographischen Entwicklung und des Übertrittsverhaltens gefährdet sind. Von den derzeit 979 Hauptschulen ist rund ein Drittel einzügig. Für den Alltag der Menschen in kleinen Gemeinden vermittelt die Schule ein Stück Lebensqualität und bildet eine Klammer für das Gemeinschaftsleben. Im Schulverbund können sich kleinere Hauptschulen zur Mittelschule zusammenschließen und damit den Schülerinnen und Schüler des Schulsprengels vielfältigere Bildungsangebote eröffnen, ergänzte Spaenle. Die Arbeit ist schon jetzt sehr weit gediehen: In über 50 Dialogforen haben Entscheidungsträger und Betroffene über die Schulentwicklung vor Ort diskutiert. So haben z.B. in Niederbayern die Stadt und der Landkreis Straubing als erste kommunale Träger bei der Regierung entsprechende Verträge zur Bildung von Schulverbünden eingereicht.

Jeder Schulverbund erhält ein eigenes Budget an Lehrerwochenstunden mit denen im Schulverbund flexibel Klassen gebildet werden. Die bisherige Mindestgröße von 15 Schülern pro Klasse an Hauptschulen wird für Verbünde aufgehoben.

"Die Staatsregierung hat", unterstrich Minister Spaenle, "den nötigen finanziellen Rahmen geschaffen, dass in den Schulverbünden eine gute Arbeit geleistet werden kann". Sofern in Schulverbünden Schüler zum Besuch offener Ganztagsangebote oder von berufsorientierenden Wahlpflichtfächern zu einem anderen Standort fahren müssen, sollen auch diese Fahrten ab dem Schuljahr 2010/2011 nach dem Finanzausgleichsgesetz gefördert werden. "Diese Regelung dient den Schülerinnen und Schülern und entlastet die Kommunen als Sachaufwandsträger", fasst Minister Spaenle die Ergebnisse der Verhandlungen mit dem Finanzministerium zusammen.

"Ich wünsche mir für unsere Schülerinnen und Schüler, dass der Landtag die Gesetzesänderung bald verabschiedet, damit die Schulfamilien mit den Kommunen die Mittelschule und die Schulverbünde umsetzen können", so Minister Spaenle abschließend.

Gegenwärtig besuchen in Bayern gut 43.200 Schüler von insgesamt 139.000 Schülern in der Jahrgangsstufe 8 die Hauptschule, also ein Drittel der Schüler eines Jahrgangs.

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