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Mobiles Lernen

Kultusministerin Dorothea Henzler stellt mobile Klassenzimmer für Kinder beruflich Reisender vor

Mehr zu: Ausstattung, E-Learning, Hessen, Schule
Wiesbaden, 17.03.2010 -

Kultusministerin Dorothea Henzler hat heute in Wiesbaden fünf mobile Klassenzimmer zur Beschulung der Kinder von beruflich Reisenden vorgestellt. Das im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums entwickelte Angebot richtet sich an alle Kinder, deren Eltern aus beruflichen Gründen reisen, also etwa an Zirkuskinder oder die Kinder von Schaustellern. Ihre Zahl wird bundesweit auf zehntausend geschätzt; in Hessen sind es rund dreihundert.

Zur weiteren Verbesserung ihrer Bildungssituation und zur Vermeidung häufiger Schulwechsel hat das Kultusministerium zum laufenden Schuljahr das Pilotprojekt „Schule für Kinder beruflich Reisender Hessen“ ins Leben gerufen. Dabei werden die Kinder nach dem Konzept der aufsuchenden Pädagogik in fahrenden Klassenzimmern auf den Fest- bzw. Zirkusplätzen mobil unterrichtet. Mit dem Aufbau und Betrieb des Projekts hat das Kultusministerium die Schule am Geisberg in der Trägerschaft des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Nassau (EVIM) beauftragt.

„Unser Ziel ist es, kein Kind im hessischen Schulsystem zurückzulassen“, sagte Ministerin Henzler. „Dieser Anspruch muss auch für all diejenigen Schülerinnen und Schüler gelten, deren Eltern aus beruflichen Gründen keinen festen Wohnsitz haben. Ich freue mich deshalb sehr, heute die neue Schule für Kinder beruflich Reisender präsentieren zu können. Mit den mobilen Klassenzimmern entlasten wir zum einen die Eltern, die in Zirkusunternehmen oder als Schausteller durch die Lande reisen. Zum anderen ermöglichen wir den Kindern dieser Eltern einen kontinuierlichen Unterricht und eine individuelle Förderung ihrer Talente und Begabungen.“

In das Konzept seien, so Henzler weiter, ganz bewusst auch die Vorschulkinder eingebunden, die auf den Reisen ihrer Eltern in der Regel keine Vorschuleinrichtungen besuchen könnten. Um den Übergang in die Ausbildung zu erleichtern, kooperierten die mobilen Schulen darüber hinaus mit der Berufsschule Nidda, die die Jugendlichen in den Winterpausen auf die Zeit nach der Schule vorbereite.

Seien die Kinder außerhalb Hessens unterwegs, stellten die Lehrkräfte sicher, dass die Schülerinnen und Schüler alle notwendigen Unterlagen hätten, um auch durch selbständiges Arbeiten regelmäßig Lernfortschritte machen zu können. Moderne Kommunikation über den Computer spiele dabei für die Begleitung der Lernprozesse eine zentrale Rolle.

„Alle Schülerinnen und Schüler müssen, unabhängig vom Beruf ihrer Eltern, eine faire Chance auf die bestmögliche Bildung haben. Mit den mobilen Klassenzimmern stellen wir sicher, dass nun auch die Kinder beruflich Reisender Eltern feste Bezugspersonen und einen kontinuierlichen Unterricht in vertrauter räumlicher Umgebung erhalten“, sagte Henzler.

Weitere Informationen:
Schule für Kinder beruflich Reisender
Jonas-Schmidt-Strasse 2
65193 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 58 99 13
www.schule-fuer-reisende-kinder.de

Ansprechpartnerin:
Christiane Desbuleux
Tel.: 0611 / 58 99 11
Handy: 0176 / 83 04 15 18
E-Mail:

Ansprechpartner

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