Gleichbleibend viele Gasthörerzahlen an den Hochschulen des Landes
Alter der 3 831 Gasthörer zwischen 14 und 92 Jahren
Mehr zu: Baden-Württemberg, Gasthörer, Statistik, Studienwahl, Studierfähigkeit, Weiterbildung, HochschuleIm Wintersemester 2009/10 waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes an den baden-württembergischen Hochschulen insgesamt 3 831 Gasthörer eingeschrieben. Das waren nur 17 mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil nahm leicht zu und beträgt nun über 47 Prozent.
Die meisten Gasthörer studierten im Wintersemester 2009/10 an der Universität Stuttgart (966). Darauf folgen die Universität Freiburg (736) und die Universität Heidelberg (714). Fast zwei Drittel (über 61 Prozent ) der Gasthörerinnen und -hörer belegen Kurse in den Sprach- und Kulturwissenschaften. Ebenfalls recht häufig werden Kurse in Kunst und Kunstwissenschaft besucht. Das am häufigsten gewählte Studienfach war Geschichte, das von 1 190 Gasthörern belegt worden war. Darauf folgen Philosophie (310) und Kunst (207).
Etwa 81 Prozent der Männer waren über 60 Jahre alt aber nur knapp 70 Prozent der Frauen. Obwohl drei Viertel (2 889) aller Gasthörer älter als 60 Jahre sind beträgt das durchschnittliche Alter der Gasthörerinnen und -hörer 62 Jahre. Das hängt damit zusammen, dass 907 von ihnen jünger als 60 sind.
Die drei jüngsten Gasthörer waren 14 und 15 Jahre alt, die drei ältesten waren 92 Jahre alt. Die drei jüngsten Gasthörer studierten Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Mathematik in Furtwangen und Freiburg während die ältesten Gasthörerinnen Geschichte und Philosophie in Mannheim und Heidelberg studierten. Gasthörer machen zwar lediglich 1,4 Prozent der Gesamtstudierendenzahlen an den Hochschulen Baden-Württembergs aus und die Gasthörer durchlaufen keinen vollständigen Studiengang sondern belegen nur einzelne Kurse. Dennoch gilt diese Fom der wissenschaftlichen Weiterbildung als Beitrag der Hochschulen zum immer bedeutsamer werdenden Konzept des "Lebenslangen Lernens".
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