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Klassenteiler

VBE lobt schulfreundliche Maßnahme

Von der Senkung des Klassenteilers profitieren Grundschüler und Lehrer

Mehr zu: Baden-Württemberg, Grundschule, Klassenfrequenz, Schule
Stuttgart, 18.03.2010 -

Erst in drei Jahren sollte der Klassenteiler an Grundschulen auf 28 Schüler pro Klasse gesenkt werden. "Dass die Umsetzung jetzt doch rascher erfolgt, erfordert von der Landesregierung einen finanziellen Kraftakt, der Aner­kennung verdient", lobt der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erzie­hung (VBE) Baden-Württemberg, Rudolf Karg. Auch wenn die Forderung des VBE "Höchstens 22 Kinder pro Klasse!" laute, bringe die Senkung der Schülerhöchstzahl auf 28 doch eine spürbare Entlastung für die Schulen.

Es sei sehr erfreulich, so der VBE-Chef, dass die Landesregierung nicht nur die seitherige Bildungspolitik werbemäßig besser verkaufen wolle, sondern auch wirklich zur Verbesserung der Rahmenbedingungen an den Schulen mehr tue. Der zu hohe Klassenteiler habe Schülern, Eltern und Lehrern doch gewaltig auf den Nägeln gebrannt. Zum kommenden Schuljahr hätte der Klassenteiler ledig­lich im Sekundarschulbereich von 32 auf 31 gesenkt werden sollen. Das hätte die Grundschulen nicht einmal berührt. Dass man nun den Schwerpunkt auf den Primarbereich lege und den Teiler auf einmal von 31 auf 28 senke, sei richtig und zeige, dass Landesregierung und Kultusministerium verstanden haben, dass es in erster Linie auf das Fundament eines Hauses ankomme, bevor man sich über verschiedene Dachformen unterhalten könne.

Dazu passt es, dass künftig auch angehende Grundschullehrerinnen acht Semes­ter lang studieren dürfen, wie es die Haupt- und (Werk-)Realschullehrkräfte tun. Damit ist eine elementare Forderung des VBE zumindest teilweise erfüllt wor­den. Leider wird die Arbeit der unterschiedlichen Lehrergruppen noch immer nach der "Schuhgröße" der Schüler sowie deren sozialen Herkunft bewertet und entsprechend bezahlt. Der Umgang mit jüngeren und bildungsschwächeren Schülern wird gesellschaftlich geringer geschätzt und finanziell weniger hono­riert als das Unterrichten älterer Schüler und solcher aus "besseren" Kreisen. Eine gleich lange Studiendauer könnte das bisher recht fest zementierte unglei­che Besoldungsgefüge doch etwas mehr ins Wanken bringen.

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