Einstellungsangebote für Referendare
Bildungsminister Rupprecht setzt Einstellungsoffensive für das kommende Schuljahr fort
Mehr zu: Brandenburg, Lehrerbildung, Sport, Vorbereitungsdienst, SchuleBrandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute im Gespräch mit Referendaren am Potsdamer Landesinstitut für Lehrerbildung für die Einstellungsoffensive des Landes geworben.
"Wir benötigen im kommenden Schuljahr 450 Lehrerinnen und Lehrer." Rund drei Viertel der rund 200 in den kommenden Wochen fertig ausgebildeten Lehramtskandidaten können mit einem Angebot rechnen, so Rupprecht. "Besonders gute Karten haben Lehrkräfte für Grundschulen und für Sonderpädagogik." In geringerem Umfang würden aber auch Oberschul- und Gymnasiallehrer für bestimmte Fächer wie etwa Chemie, Informatik, Kunst, Latein, LER, Sport und Physik sowie in Einzelfällen auch Mathematik gesucht.
"Mit der Einstellung von 450 Lehrkräften stellen wir doppelt so viele Lehrkräfte ein, wie ursprünglich im Schulressourcenkonzept geplant", erläutert der Bildungsminister. "Damit wird nicht nur die von der Koalition verabredete Schüler-Lehrer-Relation von 1 zu 15,4 gesichert, sondern wir schaffen durch die Einstellung von jungen und motivierten Lehrkräften auch eine gute Ausgangslage für den mittelfristig steigenden Bedarf an Lehrkräften im Land Brandenburg."
Zur Deckung des Einstellungsbedarfs laufe derzeit eine Einstellungsoffensive, erklärt Rupprecht. "Bislang befristet beschäftigte Lehrkräfte bekommen unbefristete Arbeitsverträge, Lehramtskandidaten erhalten Stellenangebote und Bewerber aus den Bewerberkarteien der staatlichen Schulämter werden angeschrieben." Zudem werden am kommenden Wochenende Inserate mit Jobangeboten in überregionalen Zeitungen geschaltet. Brandenburg sei ein attraktiver Arbeitgeber, betont der Bildungsminister. "Wir werden auch weiterhin alle Lehrkräfte, die dies wünschen und die die Voraussetzungen dafür erfüllen, verbeamten." Referendare, deren Einstellung für das kommende Schuljahr geplant ist und die bereits vorzeitig mit ihrer Ausbildung fertig sind, sollen nahtlos weiterbeschäftigt werden, so Rupprecht. Zudem sollen Schulen mehr Möglichkeiten der Mitbestimmung erhalten. "Dort, wo es möglich ist, können Schulen aus mehreren Bewerbern einen geeigneten Kandidaten für ihre Schule auswählen."
Um den Bedarf an Lehrkräften auch in den kommenden Schuljahren decken zu können, werden die Ausbildungsplätze im Vorbereitungsdienst ausgebaut, so Rupprecht. "Im kommenden Schuljahr werden die derzeit 600 Plätze für Referendare um 150 und im darauf folgenden Schuljahr 2011/12 erneut um 150 auf dann insgesamt 900 Ausbildungsplätze erhöht." Zudem sei man mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der Universität Potsdam im Gespräch, um zum einen die vorhandenen Studienplatz-Kapazitäten besser auszunutzen und zum anderen weitere Studienplätze zu schaffen. "Mir liegt besonders am Herzen, dass die Ausbildung der Sonderpädagogen künftig wieder im Land Brandenburg angeboten wird."
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