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Privatschulen

Schülerzahl an privaten beruflichen Schulen steigt weiter an

Jeder zehnte Schüler einer beruflichen Schule besucht eine private Einrichtung - Massiver Ausbau der privaten beruflichen Gymnasien

Mehr zu: Baden-Württemberg, Berufseinstieg, Berufsfachschule, Duale Ausbildung, Statistik, Weiterbildung, Berufliche Bildung
Stuttgart, 19.03.2010 -

Im laufenden Schuljahr 2009/10 werden an den beruflichen Schulen in Baden-Württemberg rund 420 700 Schülerinnen und Schüler unterrichtet (ohne Schulen für Berufe des Gesundheitswesens). Nach den Ergebnissen des Statistischen Landesamtes sind das knapp 2 160 Schüler mehr als im Vorjahr. Während jedoch die Schülerzahl an den öffentlichen beruflichen Schulen erstmals rückläufig ist, melden die privaten beruflichen Schulen weiterhin steigende Schülerzahlen.

Mit insgesamt gut 42 650 Jugendlichen besuchen rund 2 400 mehr die privaten beruflichen Schulen des Landes als im vorangegangenen Schuljahr. Damit wurde gut jeder zehnte Schüler an einer Einrichtung in freier Trägerschaft unterrichtet. In den letzten zwei Jahrzehnten hat der Anteil der "Privatschüler" an beruflichen Schulen kontinuierlich zugenommen, vor zwanzig Jahren lag ihr Anteil noch bei 5 Prozent.

Der Anstieg der Schülerzahl ist im Schuljahr 2009/10 an allen privaten beruflichen Schularten zu verzeichnen. Den höchsten Zuwachs hatten - analog zur Entwicklung an den öffentlichen beruflichen Schulen - die privaten beruflichen Gymnasien zu melden. Deren Schülerzahl stieg um gut 800 auf nun knapp 3 300 Schülerinnen und Schüler an. Die deutliche Zunahme ist hauptsächlich auf die Gründung von landesweit 29 neuen privaten beruflichen Gymnasien innerhalb der vergangenen drei Schuljahre sowie auf den weiteren Ausbau dieses dreijährigen Bildungsgangs zurückzuführen.

Auch die privaten Berufskollegs konnten erneut einen Zuwachs um rund 670 Schülerinnen und Schülern verbuchen. Gegenwärtig besuchen gut 16 200 diese nichtstaatlichen Einrichtungen. An den privaten Berufsfachschulen war ebenfalls eine Zunahme um insgesamt knapp 470 auf nunmehr 11 800 Teilnehmer festzustellen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Berufsfachschulen für Altenpflege im Bereich des Ministeriums für Arbeit und Soziales und das Berufseinstiegsjahr zurückzuführen. Auch die privaten Berufsschulen (vor allem Sonderberufsschulen) konnten einen Anstieg registrieren: Hier wurden mit insgesamt gut 5 140 Schülerinnen und Schülern 170 mehr als im Vorjahr gezählt. An den privaten Fachschulen des Landes stieg die Teilnehmerzahl ebenfalls um rund 250 auf knapp 6 160 Weiterbildungswillige an.

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