Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
6,8 Prozent weniger neu abgeschlossene Ausbildungsverträge
Wirtschaftskrise zeigt Auswirkungen auf dem Ausbildungsmarkt 2009
Mehr zu: Ausbildungspakt, Baden-Württemberg, Berufsorientierung, Statistik, Berufliche BildungNach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes schlossen bis zum Stichtag der Berufsbildungsstatistik 31. Dezember 2009 knapp 76 300 junge Frauen und Männer einen neuen Ausbildungsvertrag in einem der 350 anerkannten Ausbildungsberufe ab. Dies ist ein Rückgang von 6,8 Prozent oder rund 5 600 Neuabschlüssen gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt befanden sich im Berichtsjahr 2009 knapp 212 000 Auszubildende in einer dualen Ausbildung. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden betrug dabei 40,1 Prozent.
Im Berichtsjahr 2009 verzeichneten vier der sechs Ausbildungsbereiche einen Rückgang bei den Neuabschlüssen, darunter die drei größten Ausbildungsbereiche. Im Ausbildungsbereich "Industrie und Handel", der in den Vorjahren maßgeblich für einen positiven Verlauf der Ausbildungszahlen verantwortlich war, sank im Berichtsjahr 2009 die Zahl der Neuabschlüsse auf 45 170 (– 9,3 Prozent). Da dieser Ausbildungsbereich in den letzten 5 Jahren einen stetigen Anstieg der Neuabschlüsse auswies, ist diese Zahl der Neuabschlüsse immer noch die dritthöchste seit 1990. Einen Rückgang von 22 184 auf 21 586 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (– 2,7 Prozent) meldete das "Handwerk".
Auch der Bereich "Landwirtschaft" hatte mit 1 621 Neuabschlüssen ein Minus von 1,8 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen. Eine noch stärkere (relative) Abnahme verzeichnete der Ausbildungsbereich "Freie Berufe", hier ging die Zahl der Neuabschlüsse 2009 um 7 Prozent von 5 593 auf 5 201 zurück. Insbesondere bei den Berufen des Gesundheitsdienstes und den Fachangestellten für Steuerberater und Rechtsanwälten wurden weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen.
Dagegen konnten die zwei "kleineren" Ausbildungsbereiche "Öffentlicher Dienst" und "Hauswirtschaft" bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen einen Zuwachs von 3,4 Prozent bzw. 2,2 Prozent vermelden.
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