Philologen-Verband NRW
Verzerrte Bildungsbilanz aus DGB/GEW-Sicht
Philologen-Verband anerkennt wegweisende Fortschritte
Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Bildungswesen, Hauptschule, Nordrhein-Westfalen, Statistik, SonderthemenDie vom DGB erhobene Behauptung, die Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen trage zur sozialen Spaltung bei, wird zwar wie eine "tibetanische Gebetsmühle" vorgetragen, entbehrt aber jeder sachlichen Grundlage. Statt Pauschalurteile zu verbreiten, wonach der Zugang zur frühkindlichen Bildung für sozial schwächere Familien kaum möglich sei, die Quote der Klassenwiederholungen wie auch die der fehlenden Hauptschul-Abschlüsse hinter den internationalen Standards hinterher hinke, sollte man – so der nordrhein-westfälische Philologen-Verband - die Sachbefunde zur Kenntnis nehmen.
Zu den Fakten zählt, dass zwischen 1970 und 1981 in Nordrhein-Westfalen die Quote der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss zwischen 23,1 Prozent und 11,0 Prozent lag. In den drei folgenden Jahren sank sie auf 8,1 Prozent und lag 20 Jahre später im Jahr 2004 bei 6,9 Prozent. In den folgenden fünf Jahren wurde sie kontinuierlich auf zuletzt 6,1 Prozent (2004) reduziert. Ebenso wurde die Zahl der Klassenwiederholer auf den zuletzt niedrigsten Wert von 2,4 Prozent im vorigen Jahr abgesenkt (zum Vergleich: 2004/05: 3,4 Prozent).
Selbst wenn viele pädagogisch wünschenswerte Ziele noch nicht erreicht wurden, dann kann aber keiner die Augen davor verschließen, dass Lern- und Lehrbedingungen bei der unterrichtlichen Versorgung in den letzten Jahren deutlich verbessert wurden. Mit über 8000 zusätzlichen Stellen und 9.200 im System gehaltenen Lehrerstellen wurde der Unterrichtsausfall deutlich reduziert. Wenn in den kommenden Jahren die kontinuierlich hohen Einstellungsquoten gehalten werden, dürften damit auch die Klassengrößen schrittweise heruntergefahren werden", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.
Die Bildungsbilanz ist entgegen allen undifferenzierten Klagen, allem pauschalen Jammern und pessimistischem Bilanzieren letztlich eine solide und vorzeigbare. Immerhin wurde auch der Schulhaushalt im Vergleich zur Vorgängerregierung um 2,86 Mrd. Euro ( = 18 Prozent) aufgestockt. Der Ganztagsausbau, die Erhöhung der Bildungspauschale sowie die Finanzierung der Ganztagsangebote belegen beispielhaft, dass der Bildungspolitik eine hohe Priorität eingeräumt wird.
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Diese Schönrede kann nur vom Philologen-Verband komen, der sich nicht um die Zustände der Zuliefererbetriebe kümmert!
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