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DSW-Sozialerhebung

Kraft: Geldbeutel der Eltern entscheidet weiter über Bildungschancen

Mehr zu: Auslese, BAföG, Bildungsbericht, Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Bologna-Prozess, Schavan, Statistik, Stipendien, Studienwahl, Hochschule
Berlin, 23.04.2010 -

Zu der neuen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks erklärt die stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft:

Die Zahlen belegen eindeutig: Der Geldbeutel der Eltern entscheidet weiterhin über die Bildungschancen ihrer Kinder. Der Anteil der Studierenden aus Arbeiterfamilien ist zwar leicht gestiegen. Trotzdem sind 24 von 100 Arbeiterkindern, die studieren, immer noch viel zu wenige. In Akademikerhaushalten sind es fast drei Mal so viele. Diese Zahlen sind alarmierend, denn sie zeigen: Die soziale Selektion im deutschen Bildungssystem besteht fort.

Für die SPD bestätigen die neuen Zahlen erneut: Wir müssen endlich dafür sorgen, dass viel mehr junge Menschen aus Arbeiterfamilien studieren. Warum entscheiden diese jungen Menschen sich gegen ein Studium? Weil immer mehr Studierende sich einen Nebenjob suchen müssen, um die Studiengebühren bezahlen zu können. In Folge haben sie eine geringere Chance, die Leistungen zu erbringen, die für ein Stipendium notwendig sind, im Vergleich zu den Kommilitonen, deren Eltern die Studiengebühren für sie bezahlen.

Ich erinnere daran: 76 Prozent der jungen Menschen, die formal studieren könnten, sich aber dagegen entscheiden, führen als Grund an, dass ihnen die finanziellen Voraussetzungen fehlen würden. Die richtige Antwort darauf kann nur sein, Studiengebühren überall abzuschaffen und das BAföG massiv auszubauen. Schavan und Merkel reden von Bildungsrepublik und Aufstieg durch Bildung, tun aber das Gegenteil. Die SPD dagegen hat konkrete Vorschläge für mehr Chancengleichheit im Bildungssystem. Wenn Frau Schavan das möchte, erklären wir ihr gerne, was zu tun ist!

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