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Bundesjugendring

DBJR fordert stimmiges Konzept zur Prävention sexualisierter Gewalt

Mehr zu: Gewalt in der Schule, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Jugendschutz, Prävention, Sonderthemen
Berlin, 27.04.2010 -

Der Deutsche Bundesjugendring bringt sich aktiv in die Diskussion über Konzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt ein. In einer aktuellen Stellungnahme fordert der DBJR ein stimmiges Gesamtkonzept für die Prävention sexualisierter Gewalt in Jugendverbänden, das unverzichtbare Kernbausteine enthalten muss. Jugendverbände und Jugendringe erproben diese Bausteine zum Teil schon seit Jahren. Sie zeigen, wie Prävention sexualisierter Gewalt möglich ist.

Es ist aus Sicht des DBJR nicht ausreichend, aufgrund der aktuellen Diskussion einzelne Maßnahmen isoliert umzusetzen. Es ist notwendig, dass alle Jugendverbände umfassend und konsequent Präventionskonzepte in der Breite einführen. Nur ein konsequentes und in sich stimmiges Konzept kann entsprechende Wirkungen entfalten und fachlichen Standards genügen. Zu einem solchen Konzept gehört es, verbindliche Verhaltensregeln zu entwickeln, Bewusstsein zu schaffen und Krisenleitfäden festzulegen. Für den Krisenfall muss ein professionelles und geeignetes Vorgehen im Sinne der Kinder und Jugendlichen beschrieben und bekannt sein. Beispielhaft wird dies durch das Projekt PräTect, das der DBJR und der Bayerischer Jugendring derzeit abschließen, in den Verbänden begleitet.

Der DBJR macht in seiner Stellungnahme außerdem deutlich, dass verpflichtende Führungszeugnisse für alle Ehrenamtlichen in der Jugendverbandsarbeit – analog der Führungszeugnispflicht für hauptberufliche Fachkräfte im § 72a SGB VIII – kein geeignetes Mittel der Prävention sind, sondern kontraproduktive Wirkungen entfalten können.

Der DBJR bietet auf der Basis seiner Erfahrungen und Konzepte eine aktive Mitarbeit in den Arbeitsgruppen am Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch der Bundesregierung an. Die Stellungnahme sowie entsprechende Hintergrundpapiere sind unter www.dbjr.de veröffentlicht.

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