Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
"Acht auf einen Streich"
Tag der Produktionsschulen im Stadtpark
Mehr zu: Berufsorientierung, Bildungschancen, Hamburg, SchuleBildungssenatorin Christa Goetsch eröffnete den 1. "Tag der Produktionsschulen" in Hamburg. Unter dem Motto "Acht auf einen Streich" stellten sich alle acht Produktionsschulen mit Informationen und Aktivitäten der Öffentlichkeit vor.
Vor zehn Jahren, im September 1999, hatte Christa Goetsch, damals noch bildungspolitsche Sprecherin der GAL, zusammen mit der ehemaligen Schulsenatorin Rosemarie Raab, die erste Hamburger Produktionsschule in Altona offiziell eröffnet. Als Senatorin für Schule und Berufsbildung gelang es ihr, diese Schulform fest in Hamburg zu verankern. Im Schuljahr 2009/10 begannen die Produktionsschulen in Barmbek, Bergedorf, Billstedt-Horn und Steilshoop, im September dieses Jahres nehmen die Produktionsschulen in Eimsbüttel, Harburg und Wilhelmsburg ihre Arbeit auf. Für das nächste Schuljahr sind drei weitere geplant, so dass es dann insgesamt 11 Produktionsschulen mit rund 550 Plätzen in Hamburg geben wird.
Produktionsschulen sind Einrichtungen für schulpflichtige Jugendliche ohne Schulabschluss und hinreichender Ausbildungsreife. Die Produktionsschülerinnen und -schüler lernen ein Jahr ganz praktisch im Produktionsprozess, sieben bis acht Stunden am Tag und mit Entlohnung. Sie stellen marktgängige Produkte her, bieten Dienstleistungen an und müssen diese dann vermarkten. So müssen die jungen Menschen auf eine Art Verantwortung übernehmen, die sie aus der Schule nicht gewohnt sind. Die Arbeit in der Produktionsschule stärkt das eigenverantwortliche und selbständige Lernen. Mit den erworbenen Erfahrungen eröffnet sie den Jugendlichen die Chance, den Einstieg in eine Berufsausbildung zu finden.
Bildungssenatorin Christa Goetsch betont: "Die Verbindung von praktischer Arbeit mit der Förderung der persönlichen Entwicklung - das macht die Produktionsschulen zu einem besonders geeigneten Förderinstrument."
Für die Produktionsschulen ist die Arbeit mit den Jugendlichen erst dann beendet, wenn diese eine Ausbildung oder eine weiterführende Anschlussmaßnahme gefunden haben.
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